Volkswagen-Tochter Traton überrascht mit gutem US-Geschäft
Der Lkw-Hersteller Traton hat im zweiten Quartal dank einer überraschend starken Entwicklung seiner US-Tochter die Markterwartungen übertroffen. Das bereinigte operative Ergebnis stieg nach vorläufigen Zahlen auf 957 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 763 Millionen Euro gerechnet.
Die bereinigte operative Rendite verbesserte sich auf 8,1 Prozent nach 5,7 Prozent im ersten Quartal. Haupttreiber für das gute Abschneiden war die US-Sparte International Motors, bei der nach Unternehmensangaben zusätzliche zollbezogene Forderungen verbucht wurden, die keinen Einfluss auf den Cashflow hatten.
Die Sparte Traton Operations blieb dagegen beim Netto-Cashflow deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück: Mit einem Minus von 18 Millionen Euro verfehlte sie die vom Markt prognostizierten 283 Millionen Euro klar. Traton begründete dies mit dem üblichen saisonalen Verlauf, bei dem für die zweite Jahreshälfte ein stärkerer Beitrag erwartet werde.
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Im ersten Quartal hatte Traton, zu dem auch die europäischen Marken Scania und MAN gehören sowie Volkswagen Truck & Bus in Brasilien, wegen hoher Einmalkosten für Kartellklagen und Abschreibungen auf die Elektromobilität noch einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Traton-Chef Christian Levin (59) hatte sich jedoch Ende April zuversichtlich gezeigt, den Tiefpunkt auf dem US-Markt durchschritten zu haben. Die detaillierten Zahlen für das zweite Quartal will der Konzern am 23. Juli veröffentlichen.