Business-Ticker : Trump droht EU: „wird sehr hohen Preis“ für Google-Strafe zahlen
US-Präsident Donald Trump droht der Europäischen Union.AFP
Varta stellt Insolvenzantrag +++ Milliardär soll 566 Millionen Euro an Ex-Frau zahlen +++ Weidmann fordert Unicredit zu Gesprächen über Commerzbank auf +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
Trump droht EU: „wird sehr hohen Preis“ für Google-Rekordstrafe zahlen
US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union wegen einer neuen Wettbewerbsstrafe für den Google-Konzern mit erhöhten Zöllen gedroht. Die EU werde einen „sehr hohen Preis“ für die Rekordbuße von 890 Millionen Euro zahlen, erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Er kündigte eine neue Zolluntersuchung gegen die EU an und begründete diese mit dem angeblichen „Ausrauben amerikanischer Unternehmen“ und damit auch der Steuerzahler.
Trump schrieb weiter, den Europäern werde „so bald wie möglich ein erheblicher Zoll auferlegt“. Die EU-Kommission hatte die Strafe gegen Google am Donnerstag verhängt. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werfen dem Techkonzern unter anderem vor, bei der Anzeige von Google-Suchergebnissen eigene Dienste zu bevorzugen und damit Konkurrenten zu benachteiligen.
Munich Re verdient mehr als erwartet
Der Rückversicherer Munich Re hat wegen geringerer Schäden im zweiten Quartal mehr verdient, als am Markt erwartet worden war. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, lag der Nettogewinn nach vorläufigen Zahlen in den drei Monaten von April bis Ende Juni bei 2,2 Milliarden Euro. Die Prognosen der Analysten lagen im Mittel bei 1,8 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Münchener Rück 2,1 Milliarden Euro verdient. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal wird die Munich Re am 7. August veröffentlichen.
Nach den ersten sechs Monaten liegt der Nettogewinn bei 3,9 Milliarden Euro. Damit sieht sich der Konzern auf einem guten Weg, das Gewinnziel für das Gesamtjahr von 6,3 Milliarden Euro zu erreichen. Neben einer insgesamt erfreulichen Entwicklung und einer sehr geringen Belastung durch Großschäden wie zum Beispiel Naturkatastrophen berichtete die Munich Re von einem sehr starken Kapitalanlageergebnis. Dieses schlage sich auch in dem „außerordentlich guten Nettoergebnis“ des Erstversicherers Ergo von 0,3 Milliarden Euro nieder.
Nach den ersten sechs Monaten liegt der Nettogewinn bei 3,9 Milliarden Euro. Damit sieht sich der Konzern auf einem guten Weg, das Gewinnziel für das Gesamtjahr von 6,3 Milliarden Euro zu erreichen. Neben einer insgesamt erfreulichen Entwicklung und einer sehr geringen Belastung durch Großschäden wie zum Beispiel Naturkatastrophen berichtete die Munich Re von einem sehr starken Kapitalanlageergebnis. Dieses schlage sich auch in dem „außerordentlich guten Nettoergebnis“ des Erstversicherers Ergo von 0,3 Milliarden Euro nieder.
An der Börse steht die Aktie der Munich Re unter Druck. Sie hat in den vergangenen zwölf Monaten zwölf Prozent an Wert verloren, weil der Markt für Rückversicherungen schwächer wird. Damit kann das Geschäft nur zu niedrigeren Preisen gezeichnet werden oder es wird darauf gänzlich verzichtet. Der Vorstand um den Vorsitzenden Christoph Jurecka strebt im laufenden Jahr einen Versicherungsumsatz von 40 Milliarden Euro an. Das Ziel ist nach Aussage von Finanzvorstand Andrew Buchanan wegen der weiterhin bröckelnden Rückversicherungspreise anspruchsvoller geworden.
Varta stellt Insolvenzantrag
Der Batteriehersteller Varta hat vier Insolvenzanträge gestellt. Das bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts in Stuttgart am Freitag. Die Anträge würden derzeit von der zuständigen Richterin geprüft. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits am Donnerstag erfahren, dass das abermals in Schieflage geratene Unternehmen aus Ellwangen Insolvenz anmelden werde, nachdem die bisherigen Eigentümer, der Sportwagenbauer Porsche und der österreichische Unternehmer Michael Tojner, nicht mehr zu einer weiteren Kapitalspritze bereit seien.
Varta steht damit vor der Zerschlagung: Die wichtigsten Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, wollen das profitable Haushaltsbatterien-Geschäft übernehmen, Tojner hat Interesse am Geschäft mit Mikrobatterien – etwa Knopfzellen für Hörgeräte – angemeldet.
Varta steht damit vor der Zerschlagung: Die wichtigsten Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, wollen das profitable Haushaltsbatterien-Geschäft übernehmen, Tojner hat Interesse am Geschäft mit Mikrobatterien – etwa Knopfzellen für Hörgeräte – angemeldet.
SK-Hynix-Milliardär soll umgerechnet 566 Millionen Euro an Ex-Frau zahlen
Der südkoreanische Milliardär Chey Tae-won wurde von einem Gericht dazu verurteilt, seiner ehemaligen Ehefrau im Rahmen eines Scheidungsvergleichs 944 Milliarden Won (566 Millionen Euro) zu zahlen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die langjährige Fehde des Aufsichtsratsvorsitzenden des Großkonzerns SK, zu dem auch der Halbleiterhersteller SK Hynix gehört, und der Museumsdirektorin Roh Soh-yeong scheint sich damit ihrem Ende zuzuneigen. Das Ehepaar hatte schon 2015 die Scheidung eingereicht. Der Streit um die Vermögensaufteilung des Paares hatte sich seither hingezogen.
Sollten beide Parteien keine Berufung einlegen, wäre das am Freitag vom Oberlandesgericht Seoul verkündete Urteil die teuerste Scheidung in der Geschichte Südkoreas. Die Auszahlung würde jedoch deutlich unter den fast 1,4 Billionen Won zurückbleiben, die von Roh, der Tochter des ehemaligen Präsidenten Roh Tae-woo, gefordert wurden. Analysten gehen nicht davon aus, dass das Urteil Auswirkungen auf die Kontrolle über SK Hynix haben wird.
Sollten beide Parteien keine Berufung einlegen, wäre das am Freitag vom Oberlandesgericht Seoul verkündete Urteil die teuerste Scheidung in der Geschichte Südkoreas. Die Auszahlung würde jedoch deutlich unter den fast 1,4 Billionen Won zurückbleiben, die von Roh, der Tochter des ehemaligen Präsidenten Roh Tae-woo, gefordert wurden. Analysten gehen nicht davon aus, dass das Urteil Auswirkungen auf die Kontrolle über SK Hynix haben wird.
Cheys Vermögen ist im Zuge des Booms im Bereich der künstlichen Intelligenz, der eine enorme Nachfrage nach den fortschrittlichen Speicherchips von SK Hynix befeuert, sprunghaft angestiegen. Das Unternehmen rückte ins globale Rampenlicht, nachdem es Anfang Juli im Zuge eines Börsengangs in den USA 26,5 Milliarden US-Dollar eingenommen hatte – ein Rekord für einen ausländischen Emittenten. Allein im vergangenen Jahr hat sich Cheys Nettovermögen laut dem Bloomberg Billionaires Index auf rund 5,6 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.
Das Paar heiratete 1988 und vereinte damit zwei traditionsreiche südkoreanische Politik- und Wirtschaftsdynastien, bevor es gemeinsam drei Kinder bekam. Ihre Beziehung begann sich 2015 öffentlich aufzulösen, als Chey offenbarte, dass er ein Kind mit einer anderen Frau hatte. Die Geschichte fesselte die Koreaner, und das Urteil könnte einen Präzedenzfall für die Anerkennung des Beitrags eines Ehepartners zum Aufbau eines riesigen Wirtschaftsimperiums schaffen, insbesondere in Fällen der Vermögensaufteilung – ein zentrales Argument, das Roh vorbrachte und welches das Gericht berücksichtigte.
Der am Freitag vereinbarte Vergleichsbetrag liegt um fast ein Drittel unter dem Betrag, zu dessen Zahlung Chey im Jahr 2024 von einem untergeordneten Gericht verurteilt worden war. Damals hatte Roh mehr als 40 Prozent von Cheys Anteilen an SK gefordert, was seine Kontrolle über das Unternehmen in Frage gestellt hätte. Später änderte sie ihre Forderung in eine Barzahlung um. Das Gericht erklärte am Freitag, es habe bei seiner Entscheidung den Wert von Cheys Aktienbesitz berücksichtigt. Chey hatte argumentiert, seine Aktien seien geerbt und sollten nicht Teil des Vergleichs sein.
Die Aktien von SK Inc. schlossen nach einem volatilen Handel an der koreanischen Börse mit einem Minus von 3,8 Prozent. Chey hält zwar direkt keine bedeutende Beteiligung an SK Hynix, ist jedoch der größte Aktionär von SK Inc., das SK Square Co. kontrolliert, den größten Anteilseigner des Chipherstellers.
„Am Markt gab es Befürchtungen, dass er gezwungen sein könnte, seine Beteiligung zu verkaufen, doch das Urteil beseitigt einen Großteil der unmittelbaren Risiken“, sagte Jung In Yun, Geschäftsführer bei Fibonacci Asset Management Global in Singapur. Yun erklärte, es sei entscheidend, dass das Gericht Chey erlaube, die Kontrolle über SK Inc. zu behalten und die Dividenden des Unternehmens zur Begleichung des Vergleichs zu verwenden.
Das Urteil hing davon ab, wie koreanische Gerichte den Wert des Beitrags eines Ehepartners zum Aufbau eines der größten Wirtschaftsimperien des Landes bewerten würden. Roh argumentierte, dass die politische Unterstützung ihrer Familie dazu beigetragen habe, dass sich SK von einem mittelständischen Energieunternehmen zu einem der größten Konzerne Südkoreas entwickelt habe.
Der Vergleich könnte einen wichtigen Maßstab dafür setzen, wie Gerichte den Beitrag eines Ehepartners zum Vermögen bewerten, insbesondere in Scheidungsfällen, bei denen familiengeführte Unternehmen und wertvolle Beteiligungen eine Rolle spielen. Das sagte Hae Jin Lim, Partner und Rechtsanwalt bei der DongIn Law Group.
„Streitigkeiten über Unternehmensnachfolge, Scheidung und Erbschaft werden immer häufiger, da sich das Unternehmensumfeld und die Erbschaftssituation in Südkorea weiterentwickeln“, so Lim. „Auch wenn andere Unternehmen möglicherweise nicht mit denselben Umständen konfrontiert sind wie die SK-Gruppe, könnte dieser Fall als Referenz für künftige Streitigkeiten von erheblicher Bedeutung sein.“
Das Paar heiratete 1988 und vereinte damit zwei traditionsreiche südkoreanische Politik- und Wirtschaftsdynastien, bevor es gemeinsam drei Kinder bekam. Ihre Beziehung begann sich 2015 öffentlich aufzulösen, als Chey offenbarte, dass er ein Kind mit einer anderen Frau hatte. Die Geschichte fesselte die Koreaner, und das Urteil könnte einen Präzedenzfall für die Anerkennung des Beitrags eines Ehepartners zum Aufbau eines riesigen Wirtschaftsimperiums schaffen, insbesondere in Fällen der Vermögensaufteilung – ein zentrales Argument, das Roh vorbrachte und welches das Gericht berücksichtigte.
Der am Freitag vereinbarte Vergleichsbetrag liegt um fast ein Drittel unter dem Betrag, zu dessen Zahlung Chey im Jahr 2024 von einem untergeordneten Gericht verurteilt worden war. Damals hatte Roh mehr als 40 Prozent von Cheys Anteilen an SK gefordert, was seine Kontrolle über das Unternehmen in Frage gestellt hätte. Später änderte sie ihre Forderung in eine Barzahlung um. Das Gericht erklärte am Freitag, es habe bei seiner Entscheidung den Wert von Cheys Aktienbesitz berücksichtigt. Chey hatte argumentiert, seine Aktien seien geerbt und sollten nicht Teil des Vergleichs sein.
Die Aktien von SK Inc. schlossen nach einem volatilen Handel an der koreanischen Börse mit einem Minus von 3,8 Prozent. Chey hält zwar direkt keine bedeutende Beteiligung an SK Hynix, ist jedoch der größte Aktionär von SK Inc., das SK Square Co. kontrolliert, den größten Anteilseigner des Chipherstellers.
„Am Markt gab es Befürchtungen, dass er gezwungen sein könnte, seine Beteiligung zu verkaufen, doch das Urteil beseitigt einen Großteil der unmittelbaren Risiken“, sagte Jung In Yun, Geschäftsführer bei Fibonacci Asset Management Global in Singapur. Yun erklärte, es sei entscheidend, dass das Gericht Chey erlaube, die Kontrolle über SK Inc. zu behalten und die Dividenden des Unternehmens zur Begleichung des Vergleichs zu verwenden.
Das Urteil hing davon ab, wie koreanische Gerichte den Wert des Beitrags eines Ehepartners zum Aufbau eines der größten Wirtschaftsimperien des Landes bewerten würden. Roh argumentierte, dass die politische Unterstützung ihrer Familie dazu beigetragen habe, dass sich SK von einem mittelständischen Energieunternehmen zu einem der größten Konzerne Südkoreas entwickelt habe.
Der Vergleich könnte einen wichtigen Maßstab dafür setzen, wie Gerichte den Beitrag eines Ehepartners zum Vermögen bewerten, insbesondere in Scheidungsfällen, bei denen familiengeführte Unternehmen und wertvolle Beteiligungen eine Rolle spielen. Das sagte Hae Jin Lim, Partner und Rechtsanwalt bei der DongIn Law Group.
„Streitigkeiten über Unternehmensnachfolge, Scheidung und Erbschaft werden immer häufiger, da sich das Unternehmensumfeld und die Erbschaftssituation in Südkorea weiterentwickeln“, so Lim. „Auch wenn andere Unternehmen möglicherweise nicht mit denselben Umständen konfrontiert sind wie die SK-Gruppe, könnte dieser Fall als Referenz für künftige Streitigkeiten von erheblicher Bedeutung sein.“
Weidmann fordert Unicredit zu direkten Gesprächen über die Commerzbank auf
Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann fordert die italienische Unicredit zu direkten Gesprächen über eine Übernahme des Frankfurter Geldhauses auf. „Auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten, die Mehrheitsverhältnisse auf der nächsten Hauptversammlung sind klar", erklärte Weidmann am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. „Jetzt geht es darum, in konstruktiven Gesprächen wichtige Eckpunkte für Mitarbeiter, Aktionäre und die Kunden der Bank festzulegen.“ Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank hätten mehrmals betont, dass sie dazu bereit seien. „Alle sollten sich jetzt wie Erwachsene verhalten, denn eins ist klar: diese Gespräche sind auch im Interesse der Unicredit, und es wird keine Abkürzung über Berlin geben.“
Weidmann reagiert damit auf die Ankündigung von Unicredit-Chef Andrea Orcel, mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat über eine gemeinsame Zukunft seiner Bank und der Commerzbank zu sprechen. Unicredit hat sich mit ihrem Übernahmeangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert. Regierung und Arbeitnehmervertreter hatten darauf verwiesen, dass der Vorstand der Bank der erste Ansprechpartner sei. Das Gremium um Bettina Orlopp hatte Orcel am Donnerstag aber nicht als Gesprächspartner erwähnt. Orlopp hatte stets ihre Bereitschaft zu Verhandlungen betont, mehrere Anläufe zu Gesprächen auf Chef-Ebene waren aber ergebnislos verlaufen.
Weidmann reagiert damit auf die Ankündigung von Unicredit-Chef Andrea Orcel, mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat über eine gemeinsame Zukunft seiner Bank und der Commerzbank zu sprechen. Unicredit hat sich mit ihrem Übernahmeangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert. Regierung und Arbeitnehmervertreter hatten darauf verwiesen, dass der Vorstand der Bank der erste Ansprechpartner sei. Das Gremium um Bettina Orlopp hatte Orcel am Donnerstag aber nicht als Gesprächspartner erwähnt. Orlopp hatte stets ihre Bereitschaft zu Verhandlungen betont, mehrere Anläufe zu Gesprächen auf Chef-Ebene waren aber ergebnislos verlaufen.
Streik lähmt Haribo-Werk
Der Tarifkonflikt in Nordrhein-Westfalens Süßwaren-Branche trifft den Gummibärchen-Hersteller Haribo. Für das Bonner Stammwerk rief die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zu Warnstreiks auf. Die Arbeitsniederlegungen sollen alle Schichten am Freitag betreffen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. An dem Standort sind laut NGG rund 600 Menschen beschäftigt. „Bei Haribo werden die Produktionsbänder nur noch auf Sparflamme laufen“, sagte NGG-Gewerkschafterin Sarah Richter der Nachrichtenagentur. Produktionsausfälle von Colorado, Lakritzschnecken und anderen Sorten seien zu erwarten. Es gebe einen „stinksauren Süß-Protest“. Es sei „höchste Zeit, dass die Arbeitgeber ein brauchbares Angebot machen“. Was bislang auf dem Tisch liege, „frisst schon die Inflation auf“.
Der Tarifvertrag in der NRW-Süßwarenindustrie gilt den Angaben zufolge für rund 17.000 Beschäftigte; inbegriffen sind neben Haribo auch Standorte von Lindt in Aachen, Katjes in Emmerich, Storck in Halle/Westfalen und dem Kartoffelchips-Hersteller Intersnack („Funny-Frisch“) in Grevenbroich. Der bisherige Tarifvertrag lief Ende April aus, die NGG fordert ein Lohn-Plus von 5,8 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Der alte Tarifvertrag lief 22 Monate lang, er enthielt in einem ersten Schritt ein Plus von fünf Prozent und in einem zweiten Schritt ein Plus von 2,5 Prozent.
Die Arbeitgeber bieten einen 24 Monate laufenden Tarifvertrag, bei dem es in zwei Schritten um jeweils zwei Prozent nach oben gehen soll. Außerdem bietet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) zwei Einmalzahlungen von jeweils 156 Euro netto. Die Lage der Branche sei angespannt, heißt es von dem Verband. Die Produktionsmenge der deutschen Süßwarenindustrie sei im Jahr 2025 um knapp vier Prozent auf 3,73 Tonnen gesunken. Zugleich blieben die Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik hoch. Die Forderung der Gewerkschaft sei wirtschaftlich nicht tragfähig. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 13. August geplant.
Der Tarifvertrag in der NRW-Süßwarenindustrie gilt den Angaben zufolge für rund 17.000 Beschäftigte; inbegriffen sind neben Haribo auch Standorte von Lindt in Aachen, Katjes in Emmerich, Storck in Halle/Westfalen und dem Kartoffelchips-Hersteller Intersnack („Funny-Frisch“) in Grevenbroich. Der bisherige Tarifvertrag lief Ende April aus, die NGG fordert ein Lohn-Plus von 5,8 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Der alte Tarifvertrag lief 22 Monate lang, er enthielt in einem ersten Schritt ein Plus von fünf Prozent und in einem zweiten Schritt ein Plus von 2,5 Prozent.
Die Arbeitgeber bieten einen 24 Monate laufenden Tarifvertrag, bei dem es in zwei Schritten um jeweils zwei Prozent nach oben gehen soll. Außerdem bietet der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) zwei Einmalzahlungen von jeweils 156 Euro netto. Die Lage der Branche sei angespannt, heißt es von dem Verband. Die Produktionsmenge der deutschen Süßwarenindustrie sei im Jahr 2025 um knapp vier Prozent auf 3,73 Tonnen gesunken. Zugleich blieben die Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik hoch. Die Forderung der Gewerkschaft sei wirtschaftlich nicht tragfähig. Die vierte Verhandlungsrunde ist für den 13. August geplant.
Pentagon schließt Milliardenvertrag mit Oracle
Das amerikanische Verteidigungsministerium hat mit dem Softwarekonzern Oracle einen bis zu zehn Jahre laufenden Vertrag im Wert von fast sieben Milliarden Dollar abgeschlossen. Wie das Pentagon nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag mitteilte, sollen damit die Lizenzen für die vor Ort genutzte Software des Konzerns in einem einzigen Vertrag zusammengefasst werden. „Indem wir die Beschaffung von Oracle-Software grundlegend verbessern, sparen wir für den Steuerzahler mindestens 441 Millionen Dollar und können zugleich unsere kämpfenden Soldaten schnell und effektiv versorgen", sagte die IT-Chefin des Pentagon, Kirsten Davies.
Die Vereinbarung umfasst das gesamte Verteidigungsministerium sowie die US-Küstenwache und die Geheimdienste. Im Mai hatte das Büro von Davies schon einen ähnlichen Vertrag mit Microsoft über 9,69 Milliarden Dollar geschlossen. Die Aktie von Oracle stieg nachbörslich um zwei Prozent auf 122,40 Dollar. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatte das Papier seit Jahresbeginn 38,4 Prozent an Wert verloren. Der Gründer von Oracle, der Milliardär Larry Ellison, pflegt eine enge Beziehung zu US-Präsident Donald Trump.
Die Vereinbarung umfasst das gesamte Verteidigungsministerium sowie die US-Küstenwache und die Geheimdienste. Im Mai hatte das Büro von Davies schon einen ähnlichen Vertrag mit Microsoft über 9,69 Milliarden Dollar geschlossen. Die Aktie von Oracle stieg nachbörslich um zwei Prozent auf 122,40 Dollar. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatte das Papier seit Jahresbeginn 38,4 Prozent an Wert verloren. Der Gründer von Oracle, der Milliardär Larry Ellison, pflegt eine enge Beziehung zu US-Präsident Donald Trump.
VW-Gewinn im zweiten Quartal um ein Drittel eingebrochen
Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal einen abermaligen Gewinnrückgang verbucht. In den Monaten April bis Juni ging das Konzernergebnis nach Steuern um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zurück, wie Europas größter Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Im zweiten Quartal 2025 hatte VW unter dem Strich noch 2,29 Milliarden Euro verdient. Das waren damals bereits 36 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet.
Die Auslieferungen fielen konzernweit um fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge, wie der Konzern schon zuvor mitgeteilt hatte. Auf dem wichtigen Markt China verminderten sich die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge. Abseits Chinas sah es dagegen im Verkauf etwas besser aus.
Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und härter werdende Konkurrenz sorgten für Gegenwind, hatte Konzernchef Oliver Blume im Frühjahr erklärt. Er plant daher neue Sparmaßnahmen mit deutlichen Einschnitten: Bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland stehen auf dem Prüfstand – zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis zum Jahr 2030 schon abgebaut werden sollen.
Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt kräftig Gegenwind. Ebenso vom Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Mitglieder im Aufsichtsrat stellt. Zusammen mit den Arbeitnehmern stellen sie dort die Mehrheit. In dem Gremium fielen die Pläne Berichten zufolge dann auch zunächst durch.
Bis zum Jahr 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.
USA kritisieren EU-Milliardenstrafe gegen Google
Die US-Regierung hat die neue Milliardenstrafe der EU gegen Google als Quelle für Handelsunsicherheit kritisiert. Die EU behaupte zwar oft, sie strebe nach Stabilität und Vorhersehbarkeit in den Handelsbeziehungen. „Diese Maßnahmen schaffen jedoch massive Unsicherheit für US-Exporte von Waren und Dienstleistungen nach Europa“, sagte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Donnerstag laut einer Mitteilung. Das Vorgehen der EU gegen US-Technologiekonzerne sorgt immer wieder für Spannungen im transatlantischen Verhältnis.
Die EU-Kommission hatte am Donnerstag eine Strafe von insgesamt 890 Millionen Euro gegen die Google-Mutter Alphabet verhängt. Den Behörden zufolge hat Google in der Internetsuche eigene Dienste bevorzugt angezeigt. Zudem habe der Konzern es Drittanbietern von Apps für das Smartphone-Betriebssystem Android erschwert, Nutzer auf alternative App Stores und eigene Bezahlseiten hinzuweisen. Die Geldbußen sind die ersten, die die EU auf Basis des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) gegen Google verhängt hat. Google kritisierte die Entscheidung und schloss eine Klage nicht aus.
Urteil im Wirecard-Prozess in Sicht
Im Münchner Wirecard-Prozess um den mutmaßlich größten Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte ist nach über dreieinhalb Jahren das Ende in Sicht: Das Landgericht München I will die Schlussplädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung in die vierte Oktoberwoche legen. Das schlug der Vorsitzende Richter Markus Födisch vor.
Der Prozess gegen den früheren Vorstandschef Markus Braun und seine beiden Mitangeklagten läuft seit 8. Dezember 2022. Braun, der nach wie vor alle Vorwürfe bestreitet, sitzt sogar schon seit dem Kollaps des einstigen Dax -Konzerns vor sechs Jahren in Untersuchungshaft. Bisher hat die Kammer über 270 Verhandlungstage absolviert.
Der Prozess gegen den früheren Vorstandschef Markus Braun und seine beiden Mitangeklagten läuft seit 8. Dezember 2022. Braun, der nach wie vor alle Vorwürfe bestreitet, sitzt sogar schon seit dem Kollaps des einstigen Dax -Konzerns vor sechs Jahren in Untersuchungshaft. Bisher hat die Kammer über 270 Verhandlungstage absolviert.
EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google
Die EU verhängt gegen Google wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe von 890 Millionen Euro. Der US-Konzern hat nach Ansicht der Europäischen Kommission mit seiner Suchmaschine sowie dem App-Marktplatz Google Play Wettbewerbsregeln verletzt und seine Konkurrenz widerrechtlich benachteiligt. Mit der Strafe riskiert die EU-Kommission erneute Spannungen mit Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die Digitalgesetze der Union in der Vergangenheit scharf kritisiert und mit Gegenmaßnahmen gedroht.
Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen, etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM, prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA.
Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen.
Konkret wirft die Brüsseler Behörde dem US-Konzern laut Mitteilung vor, eigene Angebote wie etwa Googles Sportergebnisse oder Hotelsuche in den Suchergebnissen stärker in den Vordergrund zu stellen. Die eigenen Produkte würden zum Beispiel durch optisch hervorgehobene Darstellungen, etwa eingefärbte Boxen mit Spielpaarungen bei der WM, prominenter angezeigt als die der Konkurrenz, so die EU-Kommission nach einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA.
Zudem hindere der Online-Riese App-Entwickler bei Google Play zu sehr daran, günstigere Angebote auf anderen Plattformen zu bewerben – also etwa auf einen besseren Preis in einem anderen App-Store zu verweisen.
Der Google-Konzern kritisierte, die Entscheidung mache zum wiederholten Mal täglich genutzte Dienste kaputt. „Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen wir Echtzeit-Suchfunktionen entfernen, die die Europäer schätzen, wie sofortige Preisangebote und direkte Verfügbarkeit von Hotels, Flügen und Restaurants“, teilte Google mit. Bei Google Play müssten zudem Sicherheitsfunktionen abgebaut werden. Leidtragende seien europäische Unternehmen und Verbraucher. „Regulierung sollte Produkte verbessern und sie nicht schlechter machen“, hieß es weiter.
Schon vor der Entscheidung in dem EU-Verfahren wurde darüber spekuliert, ob eine solche Strafe US-Präsident Trump verärgern und politische Folgen haben könnte. Die europäischen Digitalgesetze hatte seine Regierung besonders dann kritisiert, wenn die Brüsseler Behörde gegen US-Konzerne vorgegangen war. Nach einer Milliardenstrafe im September 2025 gegen Google wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln im Werbegeschäft drohte Trump sogar mit Zöllen. Der US-Präsident hatte die Entscheidung als nächsten Schlag gegen „ein großartiges amerikanisches Unternehmen“ beklagt. Er werde sich gezwungen sehen, ein Verfahren für neue Zölle einzuleiten, wenn US-Konzerne weiter zur Kasse gebeten würden, schrieb Trump damals auf seiner Online-Plattform Truth Social.
In der EU gilt die Google-Mutter Alphabet nach dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, kurz DMA) als sogenannter Torwächter (Gatekeeper), stellt also mit seinen Angeboten ein wichtiges Zugangstor zu Verbraucherinnen und Verbrauchern dar. Nach dem DMA müssen Unternehmen wie Alphabet, Amazon oder Microsoft sich deshalb an besondere Pflichten halten, um einen fairen Wettbewerb auf digitalen Märkten sicherzustellen. Hintergrund ist die Befürchtung, dass manche große Plattform-Betreiber so mächtig geworden sind, dass sie ihre Marktposition zementieren könnten.
Unicredit rechnet fest mit Commerzbank-Übernahme und erhöht Gewinnziel
Die italienische Großbank Unicredit rechnet fest mit einer Übernahme der Commerzbank. „Die Commerzbank entwickelt sich von einer attraktiven Finanzbeteiligung zu einer strategischen Transaktion mit substanziellem industriellen Wert durch die Umsetzung unserer bewährten Blaupause“, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Präsentation von Unicredit-Chef Andrea Orcel zu den Quartalszahlen. Mit den Genehmigungen der Aufseher sei vielleicht noch in diesem Jahr zu rechnen. Kurz danach werde man die Kontrolle über die Commerzbank übernehmen und die Strategie implementieren. Wenn nötig, werde Unicredit eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, heißt es in der Präsentation.
Orcel hatte seine strategischen Pläne im April vorgestellt. Er will der Commerzbank das eigene Geschäftsmodell überstülpen. Das war sowohl beim Vorstand als auch beim Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses, auf erbitterten Widerstand gestoßen und zog auch Kritik der Bundesregierung auf sich. Trotzdem sicherten sich die Italiener mit einem Tauschangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile. Unicredit erklärte, man wolle sich konstruktiv mit der Bundesregierung, den Arbeitnehmervertretern und der Führung der polnischen Commerzbank-Tochter mBank ins Benehmen setzen. Ein Pflichtangebot für die mBank sei aber nicht nötig und derzeit auch nicht geplant, betonte Unicredit. Dieses wäre nach bisherigen Aussagen erst mit einer Beteiligung von 50 Prozent an der Commerzbank fällig.
Orcel hatte seine strategischen Pläne im April vorgestellt. Er will der Commerzbank das eigene Geschäftsmodell überstülpen. Das war sowohl beim Vorstand als auch beim Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses, auf erbitterten Widerstand gestoßen und zog auch Kritik der Bundesregierung auf sich. Trotzdem sicherten sich die Italiener mit einem Tauschangebot fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile. Unicredit erklärte, man wolle sich konstruktiv mit der Bundesregierung, den Arbeitnehmervertretern und der Führung der polnischen Commerzbank-Tochter mBank ins Benehmen setzen. Ein Pflichtangebot für die mBank sei aber nicht nötig und derzeit auch nicht geplant, betonte Unicredit. Dieses wäre nach bisherigen Aussagen erst mit einer Beteiligung von 50 Prozent an der Commerzbank fällig.
Die Auswirkungen einer Commerzbank-Übernahme auf die Bilanz von UniCredit würden offenbar geringer ausfallen als gedacht. Die Mailänder Großbank rechne für diesen Fall mit einer harten Kernkapitalquote von rund 13 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als ohne die Commerzbank. Bisher hatte Orcel von einem Negativ-Effekt von rund 2,8 Prozentpunkten gesprochen, wenn UniCredit auch für die Risiken der Commerzbank vorsorgen müsse. Nun hat die Bank aber einen 4,75 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf gekippt. Die Übernahme werde schon in diesem und den beiden folgenden Jahren zu einem zweistelligen Gewinnwachstum führen.
Aber auch ohne die Commerzbank rechnet Unicredit mit mehr Gewinn. Für das laufende Jahr schraubte Orcel die Prognose von „mindestens elf Milliarden Euro“ Nettogewinn auf „deutlich über elf Milliarden oder 11,5 Milliarden“ nach oben. Im zweiten Quartal sank der Nettogewinn um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dabei habe man sich die Absicherungsgeschäfte (Hedging) im Zuge der Commerzbank-Übernahme 245 Millionen Euro kosten lassen. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Nettogewinn von 2,84 Milliarden Euro gerechnet. Für 2028 sagt Unicredit - die Commerzbank-Zahlen noch nicht eingerechnet - nun einen Gewinn von mehr als 13 Milliarden, für 2030 von mehr als 15 Milliarden Euro voraus.
Aber auch ohne die Commerzbank rechnet Unicredit mit mehr Gewinn. Für das laufende Jahr schraubte Orcel die Prognose von „mindestens elf Milliarden Euro“ Nettogewinn auf „deutlich über elf Milliarden oder 11,5 Milliarden“ nach oben. Im zweiten Quartal sank der Nettogewinn um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dabei habe man sich die Absicherungsgeschäfte (Hedging) im Zuge der Commerzbank-Übernahme 245 Millionen Euro kosten lassen. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Nettogewinn von 2,84 Milliarden Euro gerechnet. Für 2028 sagt Unicredit - die Commerzbank-Zahlen noch nicht eingerechnet - nun einen Gewinn von mehr als 13 Milliarden, für 2030 von mehr als 15 Milliarden Euro voraus.
Sartorius entschädigt Kunden für US-Zölle – Jahresziele bestätigt
Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat seine Kunden für unrechtmäßig gezahlte US-Zölle kompensiert, was das ausgewiesene Umsatzwachstum im ersten Halbjahr dämpfte. Der Dax-Konzern verbuchte in den ersten sechs Monaten ein nominales Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne die Kompensationszahlungen und bereinigt um Wechselkurseffekte hätte das Plus bei 7,7 Prozent gelegen. „Mit Blick auf die US-Zollrückzahlungen, bei denen Zeitpunkt und Höhe lange ungewiss waren, ist es gut, nun mehr Klarheit zu haben – trotz des nicht operativen Effekts auf unsere berichteten Zahlen“, erläuterte Konzernchef Michael Grosse. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte den Großteil der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle für unzulässig erklärt.
Operativ legte der Dax-Konzern zu: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um knapp vier Prozent auf 548 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um einen halben Prozentpunkt auf 30,3 Prozent, was im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Unter dem Strich stand ein leicht höherer Nettogewinn von 172 Millionen Euro. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt Sartorius fest. Grosse zeigte sich angesichts der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung und der sich verbessernden Lage auf den Endmärkten optimistisch. Für 2026 rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von fünf bis neun Prozent und einer operativen Ebitda-Marge von etwas über 30 Prozent.
Operativ legte der Dax-Konzern zu: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um knapp vier Prozent auf 548 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um einen halben Prozentpunkt auf 30,3 Prozent, was im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Unter dem Strich stand ein leicht höherer Nettogewinn von 172 Millionen Euro. An seiner Prognose für das Gesamtjahr hielt Sartorius fest. Grosse zeigte sich angesichts der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung und der sich verbessernden Lage auf den Endmärkten optimistisch. Für 2026 rechnet der Vorstand weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von fünf bis neun Prozent und einer operativen Ebitda-Marge von etwas über 30 Prozent.
Roche machen weiter Währungseffekte zu schaffen
Der starke Schweizer Franken hat das Wachstum von Roche im ersten Halbjahr gebremst. Der Umsatz fiel in der Berichtswährung um zwei Prozent auf 30,36 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt wuchsen die Erlöse dagegen um sechs Prozent. Der Währungsdruck ließ zuletzt spürbar nach, nachdem der Umsatz im ersten Quartal in Franken noch um fünf Prozent gesunken war. Analysten hatten mit einem Umsatz von 30,3 Milliarden Franken gerechnet. Der Kerngewinn je Aktie sank im Halbjahr um zwei Prozent auf 10,85 Franken, legte währungsbereinigt jedoch um neun Prozent zu. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Basler Konzern. Roche rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich.
Daimler Truck erhöht trotz Rückgängen Umsatz- und Gewinnprognose
Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck hat trotz eines erneuten Umsatz- und Gewinnrückgangs im zweiten Quartal die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Grund für die Erhöhung sind die aktualisierten US-Zollregelungen und ein höherer erwarteter Absatz in Nordamerika.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll der erhöhten Prognose zufolge im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim Umsatz liegt das Mittel der neuen Zielspanne zudem über der bisherigen durchschnittlichen Analystenprognose.
Beim Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – wurde die Zielspanne um eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro erhöht. Hier liegt die Mitte der neuen Spanne leicht unter der bisherigen Durchschnittsprognose der Experten. 2025 hatte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll der erhöhten Prognose zufolge im laufenden Jahr zwischen 3,6 und 4,1 Milliarden Euro liegen. Damit wurde die Spanne um jeweils 400 Millionen erhöht. Beim Umsatz liegt das Mittel der neuen Zielspanne zudem über der bisherigen durchschnittlichen Analystenprognose.
Beim Umsatz im Industriegeschäft – also ohne Finanzdienstleistungen – wurde die Zielspanne um eine Milliarde Euro auf 43 bis 47 Milliarden Euro erhöht. Hier liegt die Mitte der neuen Spanne leicht unter der bisherigen Durchschnittsprognose der Experten. 2025 hatte Daimler Truck im Industriegeschäft knapp 46 Milliarden Euro umgesetzt und dabei operativ 3,8 Milliarden Euro verdient.