Business-Ticker : IT-Unternehmen IBM erlöst weniger als erwartet – Aktie rutscht ab
Minus 7 Prozent +++ US-Regierung zahlt 81 Milliarden Dollar Zollgebühren an Unternehmen zurück +++ Eichbaum-Brauerei vor dem Aus +++ Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
IT-Unternehmen IBM erlöst im Quartal weniger als erwartet – Aktie rutscht ab
Das IT-Unternehmen IBM hat im zweiten Quartal ein verändertes Investitionsverhalten von Kunden zu spüren bekommen. Der Umsatz legte im zweiten Quartal laut vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar zu, wie das Unternehmen überraschend am Dienstag bei Vorlage von vorläufigen Quartalszahlen mitteilte. Analysten hatten hier mit deutlich mehr gerechnet. Dabei kletterten die Erlöse mit Software um 5 Prozent. Der Erlös mit Infrastruktur ging hingegen um 7 Prozent zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie zog um fünf Prozent auf 2,93 Dollar an. Die IBM-Aktie rutschte im vorbörslichen US-Handel um über ein Fünftel ab und belastete Software-Aktien wie die von Microsoft und SAP.
In den letzten Juniwochen hätten die Kunden ihr Geld vermehrt in den Kauf von Servern, Speicher und Arbeitsspeicher gesteckt, schrieb Unternehmenschef Arvind Krishna in einem Brief an die Aktionäre. Damit hätten diese möglichen Preiserhöhungen wegen Engpässen vorgriffen. Zwar habe das Unternehmen gewisse Auswirkungen durch die Lieferketten einkalkuliert, aber das Ausmaß dieser Neuausrichtung der Investitionsausgaben habe es nicht vorhergesehen.
In den letzten Juniwochen hätten die Kunden ihr Geld vermehrt in den Kauf von Servern, Speicher und Arbeitsspeicher gesteckt, schrieb Unternehmenschef Arvind Krishna in einem Brief an die Aktionäre. Damit hätten diese möglichen Preiserhöhungen wegen Engpässen vorgriffen. Zwar habe das Unternehmen gewisse Auswirkungen durch die Lieferketten einkalkuliert, aber das Ausmaß dieser Neuausrichtung der Investitionsausgaben habe es nicht vorhergesehen.
Thyssenkrupp drosselt Stahlproduktion wegen Niedrigwassers
Deutschlands größter Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel hat Schwierigkeiten in der Rohstoffversorgung aufgrund des witterungsbedingten Niedrigwassers im Rhein. Noch klingt die Formulierung des Unternehmens nur begrenzt alarmiert: "Unsere Hochofenproduktion haben wir aufgrund der leicht eingeschränkten Rohstoffversorgung vorsorglich etwas gedrosselt", hieß es am Dienstag in einem Unternehmens-Statement.
Thyssenkrupp Steels eigene Schubschifffahrt sei aufgrund der niedrigen Pegelstände eingestellt worden. Stattdessen nutze der Stahlhersteller derzeit vorsorglich angemietete, externe Schiffe, die wegen ihres niedrigeren Tiefgangs auch bei den aktuellen Wasserständen eingesetzt werden könnten. Die Kundenversorgung sei momentan noch nicht gefährdet. Allerdings: "Die ausgedehnte Anmietung externen Schiffraums führt zu erhöhten Logistikkosten."
Der Rhein gehört zu den meistbefahrenen Binnenwasserstraßen der Welt. Der Wasserstand an der wichtigen Engstelle Kaub nahe Koblenz dürfte nach Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes am Dienstagnachmittag auf 41 Zentimeter fallen. Das bisherige Rekordtief wurde im Oktober 2018 mit 25 Zentimetern erreicht. In den nächsten Tagen werden Werte von unter 40 Zentimetern erwartet. Bei vergangenen Niedrigwasserereignissen waren in Deutschland vor allem die Chemie-, Stahl- und Energiewirtschaft von den Folgen betroffen.
Thyssenkrupp Steels eigene Schubschifffahrt sei aufgrund der niedrigen Pegelstände eingestellt worden. Stattdessen nutze der Stahlhersteller derzeit vorsorglich angemietete, externe Schiffe, die wegen ihres niedrigeren Tiefgangs auch bei den aktuellen Wasserständen eingesetzt werden könnten. Die Kundenversorgung sei momentan noch nicht gefährdet. Allerdings: "Die ausgedehnte Anmietung externen Schiffraums führt zu erhöhten Logistikkosten."
Der Rhein gehört zu den meistbefahrenen Binnenwasserstraßen der Welt. Der Wasserstand an der wichtigen Engstelle Kaub nahe Koblenz dürfte nach Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes am Dienstagnachmittag auf 41 Zentimeter fallen. Das bisherige Rekordtief wurde im Oktober 2018 mit 25 Zentimetern erreicht. In den nächsten Tagen werden Werte von unter 40 Zentimetern erwartet. Bei vergangenen Niedrigwasserereignissen waren in Deutschland vor allem die Chemie-, Stahl- und Energiewirtschaft von den Folgen betroffen.
Evotec erwartet deutlich weniger Umsatz – Aktie stürzt ab
Der Wirkstoff-Entwickler Evotec senkt wegen nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. 2026 sei mit einem Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro zu rechnen, teilte das im S-Dax notierte Unternehmen bereits am späten Montagabend mit. Zuvor war Evotec von 700 bis 780 Millionen Euro ausgegangen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nur noch bei minus 70 bis minus 105 Millionen Euro liegen. Zuletzt hatte der Konzern noch auf 0 bis plus 40 Millionen Euro gehofft. An der Börse kamen die Neuigkeiten gar nicht gut an. Die Aktie rutschte im frühen Handel zuletzt um rund 30 Prozent ab auf 3,42 Euro. Damit notierte sie mit großem Abstand am unteren Ende im Kleinwerteindex S-Dax. In den vergangenen zwölf Monaten hat sie rund die Hälfte an Wert verloren.
Evotec zufolge sind etwa 40 Prozent der Umsatzlücke innerhalb bestehender Partnerschaften gegenüber dem bisherigen Ausblick zum größten Teil auf eine veränderte zeitliche Staffelung sowie angepasste Zeitpläne für Meilensteinzahlungen zurückzuführen. Die entsprechenden Umsätze würden nun im Jahr 2027 erwartet. Etwa 45 Prozent der Umsatzlücke spiegelten gegenüber den Erwartungen geringere Beiträge aus potenziellen neuen strategischen Partnerschaften wider. Rund 15 Prozent der Umsatzlücke sei auf eine geringere als erwartete Umsatzrealisierung zurückzuführen.
Mit den neuen Geschäftszielen werden die Erwartungen von Analysten spürbar verfehlt. Auch der Umsatz des ersten Halbjahres von 300,1 Millionen Euro lag ebenso wie das operative Ergebnis (Ebitda) von minus 42,7 Millionen Euro unter den Prognosen der Experten.
Evotec befinden sich im Umbau. Der Konzern will sich auf hochwertige Dienstleistungen und Therapiegebiete konzentrieren, das Projekt-Portfolio reduzieren und stärker auf Automation und Künstliche Intelligenz (KI) setzen.
Erst unlängst setzte der Konzern weitere Sparmaßnahmen auf. Bis Ende 2027 soll die Kostenbasis nochmals um 75 Millionen Euro sinken. Nach einer ersten Schrumpfkur in der jüngeren Vergangenheit soll die Zahl der Standorte auf dann zehn sinken. Ziel sei eine stärkere Bündelung der wichtigsten Kernkompetenzen in sogenannten Exzellenzzentren. Insgesamt sollen bis zu 800 Stellen wegfallen.
Erst unlängst setzte der Konzern weitere Sparmaßnahmen auf. Bis Ende 2027 soll die Kostenbasis nochmals um 75 Millionen Euro sinken. Nach einer ersten Schrumpfkur in der jüngeren Vergangenheit soll die Zahl der Standorte auf dann zehn sinken. Ziel sei eine stärkere Bündelung der wichtigsten Kernkompetenzen in sogenannten Exzellenzzentren. Insgesamt sollen bis zu 800 Stellen wegfallen.
Burger King will in Deutschland wieder expandieren
Die amerikanische Restaurantkette Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. „Alle Zeichen stehen auf Wachstum“, sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants in Berlin am 15. Juli 1976.
Derzeit gibt es nach Angaben des Unternehmens 760 Restaurants in der Bundesrepublik. Wie in der Systemgastronomie üblich, wird die große Mehrheit von Franchisenehmern betrieben, die das Konzept übernehmen, aber wirtschaftlich selbständig arbeiten. Marktführer unter den Burgerketten ist der amerikanische Konkurrent McDonalds mit gut 1500 deutschen Standorten. Nach Schätzungen des Branchenportals Food Service kam Burger King in Deutschland im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls auf Platz zwei. Die deutsche Unternehmenszentrale sitzt in Hannover.
„Das Wachstum in den letzten Jahren war verhalten, stattdessen haben wir gezielt in unser bestehendes Restaurantnetzwerk investiert“, sagte Bork. „In einem Land wie Spanien gibt es 1000 Burger-King-Restaurants bei 48 Millionen Einwohnern. Wenn man sich dann jede einzelne größere oder mittelgroße Stadt (in Deutschland) anguckt, finden Sie eigentlich überall noch weiße Flecken, die wir besetzen wollen.“
Derzeit gibt es nach Angaben des Unternehmens 760 Restaurants in der Bundesrepublik. Wie in der Systemgastronomie üblich, wird die große Mehrheit von Franchisenehmern betrieben, die das Konzept übernehmen, aber wirtschaftlich selbständig arbeiten. Marktführer unter den Burgerketten ist der amerikanische Konkurrent McDonalds mit gut 1500 deutschen Standorten. Nach Schätzungen des Branchenportals Food Service kam Burger King in Deutschland im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls auf Platz zwei. Die deutsche Unternehmenszentrale sitzt in Hannover.
„Das Wachstum in den letzten Jahren war verhalten, stattdessen haben wir gezielt in unser bestehendes Restaurantnetzwerk investiert“, sagte Bork. „In einem Land wie Spanien gibt es 1000 Burger-King-Restaurants bei 48 Millionen Einwohnern. Wenn man sich dann jede einzelne größere oder mittelgroße Stadt (in Deutschland) anguckt, finden Sie eigentlich überall noch weiße Flecken, die wir besetzen wollen.“
Burger King hatte 2019 das Ziel von 1000 deutschen Restaurants ausgegeben. Kurz danach brach die Corona-Pandemie aus, die die gesamte Gastronomiebranche in die Krise stürzte. In deren Anschluss folgten der Ukrainekrieg und die Jahre hoher Inflation. „Ich würde sagen, dass es sich jetzt beruhigt hat, aber es gab ein paar wirklich heftige Jahre“, sagte Bork zu den Kostensteigerungen.
Eine neue Zielzahl für die in den nächsten Jahren geplanten Restauranteröffnungen nannte der Manager nicht. „Wir wollen selbst wachsen mit unserem eigenen Restaurantportfolio und mit unseren Franchisenehmern, und zwar deutlich.“ Deutschland sei für Burger King immer noch einer der wichtigsten Märkte weltweit. „Wenn man sich die letzten 20, 25 Jahre anschaut, dann gab es eigentlich kein Jahr, in dem die Systemgastronomie nicht gewachsen ist.“
Eine neue Zielzahl für die in den nächsten Jahren geplanten Restauranteröffnungen nannte der Manager nicht. „Wir wollen selbst wachsen mit unserem eigenen Restaurantportfolio und mit unseren Franchisenehmern, und zwar deutlich.“ Deutschland sei für Burger King immer noch einer der wichtigsten Märkte weltweit. „Wenn man sich die letzten 20, 25 Jahre anschaut, dann gab es eigentlich kein Jahr, in dem die Systemgastronomie nicht gewachsen ist.“
DIHK wirbt für Grundgesetzänderung für Sonntagsöffnungen
In der Debatte um flexiblere Sonntagsöffnungszeiten für den Einzelhandel spricht sich DIHK-Präsident Peter Adrian für eine Grundgesetzänderung aus. Dadurch solle die Rechtslage für verkaufsoffene Sonntage dauerhaft geklärt werden.
Mit Blick auf das sogenannte Ladenschluss-Urteil sagte Adrian den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Das Bundesverfassungsgericht hatte sich in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2009 auf die Weimarer Reichsverfassung bezogen, die von der „seelischen Erhebung“ am Sonntag spricht. Nun - das erscheint mir nicht zeitgemäß.“ Deshalb sei es sinnvoll, das Thema mit einer Grundgesetzänderung rechtssicher zu klären, sagte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).
Adrian warb für eine weitgehende Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. „Wir leben heute in einer Zeit, in der jeder rund um die Uhr im Internet einkaufen kann. Ausgerechnet der stationäre Handel unterliegt aber noch sehr starren Regeln.“ Bei den wenigen Ausnahmen für verkaufsoffene Sonntage gebe es keinen verlässlichen Rechtsrahmen, sondern hohe Klagerisiken, sagte er. Das Ladenschlussgesetz sei ein Relikt der Vergangenheit: „Man sollte den Händlern selbst überlassen, ob sie sonntags öffnen möchten oder nicht.“
Mit Blick auf das sogenannte Ladenschluss-Urteil sagte Adrian den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Das Bundesverfassungsgericht hatte sich in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2009 auf die Weimarer Reichsverfassung bezogen, die von der „seelischen Erhebung“ am Sonntag spricht. Nun - das erscheint mir nicht zeitgemäß.“ Deshalb sei es sinnvoll, das Thema mit einer Grundgesetzänderung rechtssicher zu klären, sagte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).
Adrian warb für eine weitgehende Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. „Wir leben heute in einer Zeit, in der jeder rund um die Uhr im Internet einkaufen kann. Ausgerechnet der stationäre Handel unterliegt aber noch sehr starren Regeln.“ Bei den wenigen Ausnahmen für verkaufsoffene Sonntage gebe es keinen verlässlichen Rechtsrahmen, sondern hohe Klagerisiken, sagte er. Das Ladenschlussgesetz sei ein Relikt der Vergangenheit: „Man sollte den Händlern selbst überlassen, ob sie sonntags öffnen möchten oder nicht.“
Stimmung im Einzelhandel wird immer schlechter
Vor allem wegen der anhaltenden Kaufzurückhaltung hat sich die Stimmung im deutschen Einzelhandel weiter verschlechtert. Das zeigt eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 600 Unternehmen der Branche. 63 Prozent geben an, ihre Geschäftslage habe sich im ersten Halbjahr verschlechtert. Vor einem Jahr sagten das 51 Prozent. 42 Prozent der Händler bewerten ihre Geschäftslage aktuell als schlecht, vor einem Jahr waren es 33 Prozent. Zwei Drittel erwarten 2026 deutlich oder leicht niedrigere Umsätze als im Vorjahr, lediglich 18 Prozent höhere.
„Die Situation ist noch dramatischer als sie es im eher bescheidenen Vorjahr bereits war“, sagte HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen liege auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown. „Das Problem für viele Unternehmen sind die steigenden Kosten für Beschäftigung, Energie und Wareneinkauf - bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen.“
Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen Google
Die Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen den Techkonzern Google . Es geht um die Google-Suchmaschine, die seit einiger Zeit in der Schweiz auf Android-Handys als Standard festgelegt ist. Nutzer haben keine Wahl mehr. Deshalb eröffnete die Wettbewerbskommission (Weko) eine sogenannte Vorabklärung, wie sie mitteilte.
Die Alphabet-Tochter habe in der Schweiz vor kurzem die Funktion „Choice Screen“ abgeschafft, hieß es zur Begründung. In der EU ist sie weiter verfügbar. Damit können Nutzer bei der Ersteinrichtung eines neuen Android-Geräts selbst festlegen, was ihre Standard-Suchmaschine werden soll. In der Schweiz seien sie nun auf die Suchmaschine Google Search festgelegt. „Durch die Abschaffung dieser Funktion könnte die Sichtbarkeit von Suchmaschinen, die mit Google konkurrieren, bei der Einrichtung des Geräts eingeschränkt und damit die Markteintrittsbarrieren erhöht werden“, schreibt die Weko. Die Vorabklärung soll klären, ob es Anhaltspunkte für eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung gibt.
Die Alphabet-Tochter habe in der Schweiz vor kurzem die Funktion „Choice Screen“ abgeschafft, hieß es zur Begründung. In der EU ist sie weiter verfügbar. Damit können Nutzer bei der Ersteinrichtung eines neuen Android-Geräts selbst festlegen, was ihre Standard-Suchmaschine werden soll. In der Schweiz seien sie nun auf die Suchmaschine Google Search festgelegt. „Durch die Abschaffung dieser Funktion könnte die Sichtbarkeit von Suchmaschinen, die mit Google konkurrieren, bei der Einrichtung des Geräts eingeschränkt und damit die Markteintrittsbarrieren erhöht werden“, schreibt die Weko. Die Vorabklärung soll klären, ob es Anhaltspunkte für eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung gibt.
US-Regierung zahlt 81 Milliarden Dollar Zollgebühren an Unternehmen zurück
Die US-Regierung hat größtenteils wegen einer Entscheidung des Obersten Gerichtshof gegen die Zollpolitik von Präsident Trump dutzende Milliarden Dollar an Unternehmen zurückgezahlt. Im bisherigen Steuerjahr, das im Oktober 2025 begann, gab es Rückzahlungen in Höhe von 81 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 71 Milliarden Euro), wie das Finanzministerium am Montag mitteilte. Im gesamten Vorjahr waren es nur fünf Milliarden Dollar.
Ein Ministeriumsvertreter bestätigte, dass bei Weitem die meisten Rückzahlungen auf das Urteil des Supreme Court im Februar zurückgehen. Demnach entfallen die allermeisten Rückzahlungen auf die Monate Mai und Juni. Zölle auf Einfuhren in die USA sind ein zentrales Werkzeug von Trumps Handelspolitik. Der Präsident will so die Staatskasse füllen und Unternehmen dazu bewegen, sich in den USA niederzulassen und dort zu produzieren. Auch als Druckmittel in geopolitischen Konflikten und in den Verhandlungen für Handelsabkommen sind Zölle oft Trumps Mittel der Wahl.
Im Februar entschied der Supreme Court jedoch, dass der Präsident mit einem Großteil der von ihm verhängten Aufschläge seine Zuständigkeiten überschritten hatte. Viele Unternehmen beantragten daraufhin die Rückzahlung der gezahlten Gebühren.
Das US-Haushaltsdefizit, das sich im vergangenen Jahr dank der Zolleinnahmen verringert hatte, wächst nach Angaben des Finanzministeriums nun wieder. In den ersten neun Monaten des Haushaltsjahres belief es sich auf 1,367 Billionen Dollar, was einem Anstieg von zwei Prozent entspricht. Zudem gaben die USA allein für Zinszahlungen auf ihre Schulden über eine Billion Dollar aus - ein Anstieg um 14 Prozent. Die Militärausgaben stiegen aufgrund des Iran-Krieges um fünf Prozent.
China liefert deutlich mehr Waren nach Deutschland
Chinas Exporte nach Deutschland sind im Juni weiter kräftig gestiegen. In US-Dollar gerechnet lagen sie 27,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie aus Daten der Zollbehörde in Peking hervorgeht. Chinas Importe aus Deutschland legten dagegen nur um 3,1 Prozent zu, während die länderübergreifende Wachstumsquote um ein Vielfaches höher lag.
Auch im gesamten ersten Halbjahr wuchsen die chinesischen Lieferungen nach Deutschland deutlich stärker als die Einfuhren aus der Bundesrepublik. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent, die Importe lediglich um 1,8 Prozent. Im ersten Halbjahr lieferte China somit Waren im Wert von 67,5 Milliarden Dollar (etwa 59,3 Milliarden Euro) nach Deutschland. Die Einfuhren aus der Bundesrepublik erreichten 45,2 Milliarden Dollar. Damit lag Deutschlands Handelsdefizit mit China bei 22,3 Milliarden Dollar.
Deutschland hatte lange stark vom wirtschaftlichen Aufstieg Chinas profitiert und vor allem Autos, Maschinen und Spezialtechnik in die Volksrepublik verkauft. Inzwischen hat sich das Verhältnis verändert. Chinesische Unternehmen bieten selbst technologisch anspruchsvolle Produkte zu niedrigen Preisen auf den Weltmärkten an. Die Entwicklung sorgt deshalb auch für politische Diskussionen darüber, wie Deutschland und Europa mit der wachsenden Konkurrenz aus Fernost umgehen sollen.
Besonders groß ist der Konkurrenzdruck in der Autoindustrie und im Maschinenbau. Chinesische Hersteller gewinnen bei Elektroautos Marktanteile und bieten zunehmend auch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen an. Zugleich ist Deutschland bei wichtigen Produkten wie Batterien und pharmazeutischen Vorprodukten stark von China abhängig.
Der Wettbewerb dürfte sich weiter verschärfen. China fördert gezielt Zukunftsbranchen wie Halbleiter, Robotik, Quantentechnologie, Wasserstoffnutzung und Biotechnologie. Viele dieser Bereiche stehen auch im Mittelpunkt der deutschen Hightech-Politik.
Auch Chinas Außenhandel insgesamt wuchs im Juni kräftig. Die Exporte in alle Länder stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 27 Prozent. Die Importe legten um 36 Prozent zu. Aus- und Einfuhren legten damit deutlich stärker als von Experten erwartet zu.
Auch im gesamten ersten Halbjahr wuchsen die chinesischen Lieferungen nach Deutschland deutlich stärker als die Einfuhren aus der Bundesrepublik. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent, die Importe lediglich um 1,8 Prozent. Im ersten Halbjahr lieferte China somit Waren im Wert von 67,5 Milliarden Dollar (etwa 59,3 Milliarden Euro) nach Deutschland. Die Einfuhren aus der Bundesrepublik erreichten 45,2 Milliarden Dollar. Damit lag Deutschlands Handelsdefizit mit China bei 22,3 Milliarden Dollar.
Deutschland hatte lange stark vom wirtschaftlichen Aufstieg Chinas profitiert und vor allem Autos, Maschinen und Spezialtechnik in die Volksrepublik verkauft. Inzwischen hat sich das Verhältnis verändert. Chinesische Unternehmen bieten selbst technologisch anspruchsvolle Produkte zu niedrigen Preisen auf den Weltmärkten an. Die Entwicklung sorgt deshalb auch für politische Diskussionen darüber, wie Deutschland und Europa mit der wachsenden Konkurrenz aus Fernost umgehen sollen.
Besonders groß ist der Konkurrenzdruck in der Autoindustrie und im Maschinenbau. Chinesische Hersteller gewinnen bei Elektroautos Marktanteile und bieten zunehmend auch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen an. Zugleich ist Deutschland bei wichtigen Produkten wie Batterien und pharmazeutischen Vorprodukten stark von China abhängig.
Der Wettbewerb dürfte sich weiter verschärfen. China fördert gezielt Zukunftsbranchen wie Halbleiter, Robotik, Quantentechnologie, Wasserstoffnutzung und Biotechnologie. Viele dieser Bereiche stehen auch im Mittelpunkt der deutschen Hightech-Politik.
Auch Chinas Außenhandel insgesamt wuchs im Juni kräftig. Die Exporte in alle Länder stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 27 Prozent. Die Importe legten um 36 Prozent zu. Aus- und Einfuhren legten damit deutlich stärker als von Experten erwartet zu.
Hapag-Lloyd erhöht Prognose wegen höherer Transportpreise
Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Vorstand erwarte für 2026 nun ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar (rund 2,3 bis 3,3 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Konzern war von 1,1 bis 3,1 Milliarden ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll nun zwischen 0,1 und 1,1 Milliarden Dollar liegen, nach einer vorherigen Spanne von minus 1,5 Milliarden bis plus 500 Millionen Dollar. Wegen volatiler Frachtraten und großer geopolitischer Herausforderungen sei die Prognose jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet.
Der deutsche Branchenprimus hatte zuletzt mit den Folgen von Seeblockaden im Nahen Osten zu kämpfen. Wegen des Ende Februar ausgebrochenen Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie der Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen meiden Reedereien den Suezkanal und die Straße von Hormus. Die Umwege trieben zudem die Kosten für Hapag-Lloyd um wöchentlich 50 bis 60 Millionen Dollar in die Höhe. Im ersten Quartal war der Konzern deshalb beim Ebit mit minus 134 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte im Mai erklärt, dass eine rasche Entspannung der Lage nicht absehbar sei.
Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum
Der Bahntechnikkonzern Vossloh hat vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr leicht gesenkt. Den aktuellen Nachfrage- und Kostenentwicklungen könne man sich nicht vollständig entziehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das zeige sich in geringeren Abrufen aus Rahmenverträgen in einzelnen Ländern. Außerdem dürften sich einzelne Lieferungen in das kommende Jahr verschieben. Zudem könnten höhere Beschaffungs- und Logistikkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Der Umsatz dürfte bei 1,51 bis 1,61 Milliarden Euro liegen, teilte das im S-Dax notierte Unternehmen am Montagabend mit. Zuvor war Vossloh von 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro ausgegangen.
Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht das Unternehmen nun bei 195 bis 210 Millionen Euro (zuvor 215 bis 230 Millionen Euro). Während die bisherige Erlösschätzung von Analysten noch das obere Ende der neuen Spanne erreicht, verfehlt das aktualisierte Ebitda-Ziel die Erwartungen.
Anleger zeigten sich dennoch gelassen, auch weil Vossloh die Belastungen als vorübergehend beziehungsweise einmalig ansieht. Vor diesem Hintergrund bestätigte der Konzern seine Erwartungen an das kommende Geschäftsjahr. So soll es weiter ein deutliches organisches Wachstum und eine klare Verbesserung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) geben.
US-Bundesstaaten klagen gegen Warner-Übernahme
Zwölf US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht, um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount zu verhindern, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter anderem höhere Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge haben, kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.
Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Dem „Wall Street Journal“ zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.
Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Dem „Wall Street Journal“ zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.
Die zwölf US-Bundesstaaten argumentieren in ihrer Klage unter anderem, der Wegfall der Konkurrenz zwischen Warner und Paramount werde unter anderem die Filmtheater schwer treffen. Der Deal verletze Wettbewerbsregeln und müsse untersagt werden.
Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Klage: Die Warner-Aktie lag nach dem Vorstoß der Bundesstaaten um gut zwei Prozent im Plus. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen außerhalb der USA, unter anderem in Europa.
Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Klage: Die Warner-Aktie lag nach dem Vorstoß der Bundesstaaten um gut zwei Prozent im Plus. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen außerhalb der USA, unter anderem in Europa.
Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.
Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte – wie dies schon in anderen Fällen geschah, wo Medienhäuser von Milliardären übernommen wurden, die dem Präsidenten die Treue halten. Trump hatte mehrfach gesagt, ihm sei besonders wichtig, dass der oft kritisch über ihn berichtende Nachrichtensender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt.
Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie durch freundlichere Berichterstattung über Trumps Regierung auf. In der populären Reportage-Sendung „60 Minutes“ wurden einige Korrespondenten entlassen, die zum Teil politisierten Druck beklagten.
Paramount wird von Larry Ellisons Sohn geführt – dem Filmproduzenten David Ellison. Er will mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist unter den kleineren Playern der Branche. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie „Harry Potter“ sowie ein starkes Streaming-Geschäft auf Basis des Bezahlsenders HBO.
Rettung der insolventen Eichbaum-Brauerei gescheitert
Nach fast 350 Jahren muss die insolvente Brauerei Eichbaum den Betrieb einstellen, Rettungsversuche sind gescheitert, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Trotz Restrukturierungsmaßnahmen arbeite sie defizitär, Darlehen könnten nicht zurückgezahlt werden, teilte das Mannheimer Unternehmen mit. „Vor diesem Hintergrund besteht aus wirtschaftlichen sowie insolvenzrechtlichen Gründen keine andere Möglichkeit, als die Betriebseinstellung einzuleiten.“ Zuvor hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet. Von der Betriebseinstellung seien alle rund 240 Beschäftigte am Standort betroffen. „Sie werden nun kurzfristig betriebsbedingte Kündigungen erhalten“, hieß es. Dies betreffe auch rund 30 Beschäftigte, die schon einem Wechsel in eine Transfergesellschaft zugestimmt hatten, da diese ohne den bis zuletzt angestrebten Erhalt des Unternehmens nicht zustande komme.
Vorausgegangen war der Mitteilung zufolge eine umfassende Prüfung verschiedener Sanierungs- und Fortführungslösungen, die sich letztlich aber als nicht umsetzbar erwiesen. „Dem Unternehmen fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um den gesamten Betrieb und die Verhandlungen über einen eventuellen Verkauf fortzuführen, ohne die Insolvenzmasse und damit die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger zu beeinträchtigen.“
Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass. Zuletzt war der Einstieg eines Investors im Gespräch gewesen, der Geld in die Brauerei stecken und wesentliche Vermögenswerte übernehmen wolle. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hätten knapp 100 Stellen erhalten werden können.
Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet. Sie lieferte demzufolge weltweit in mehr als 60 Länder. Eichbaum sollte früheren Plänen zufolge von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Erst wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt.
Vorausgegangen war der Mitteilung zufolge eine umfassende Prüfung verschiedener Sanierungs- und Fortführungslösungen, die sich letztlich aber als nicht umsetzbar erwiesen. „Dem Unternehmen fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um den gesamten Betrieb und die Verhandlungen über einen eventuellen Verkauf fortzuführen, ohne die Insolvenzmasse und damit die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger zu beeinträchtigen.“
Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass. Zuletzt war der Einstieg eines Investors im Gespräch gewesen, der Geld in die Brauerei stecken und wesentliche Vermögenswerte übernehmen wolle. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hätten knapp 100 Stellen erhalten werden können.
Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet. Sie lieferte demzufolge weltweit in mehr als 60 Länder. Eichbaum sollte früheren Plänen zufolge von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Erst wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt.
Bericht: Land prüft Beteiligung an VW-Werk Osnabrück
Das Land Niedersachsen prüft einem Bericht zufolge eine Beteiligung an dem vom Aus bedrohten Volkswagen-Werk in Osnabrück. Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ schreibt unter Berufung auf Beteiligte am Regierungssitz in Hannover, die rot-grüne Landesregierung sei grundsätzlich bereit, den Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion mit einem Einstieg in die Fabrik zu stützen.
„Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt“, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) auf Anfrage. „Das gemeinsame Ziel bleibt die Abwendung von Werkschließungen durch Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärken. Das gilt insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details werden wir keine Stellung nehmen.“
Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“
„Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt“, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) auf Anfrage. „Das gemeinsame Ziel bleibt die Abwendung von Werkschließungen durch Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärken. Das gilt insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details werden wir keine Stellung nehmen.“
Lies, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück gesagt: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“
Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. In der Diskussion über eine Verschärfung der Sparpläne bei dem Autoriesen hatte die Landesregierung angekündigt, das Land werde keiner Entwicklung zustimmen, „die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“.
Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.
Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.
Stellantis kommt mit E-Autos voran
Der Autoherseller Stellantis hat die Auslieferungen an Händler und Importeure im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um zehn Prozent erhöht. Eingeschlossen sind in den Zahlen nach eigenen Angaben vom Montag auch Direktauslieferungen an Einzelkunden und Firmenflotten, doch sie nehmen traditionell einen kleinen Teil ein. Die Auslieferungen wurden vor allem vom Wachstum in Nordamerika getragen, wo Stellantis stark investiert und neue Modelle herausbringt. Dort wuchs der Absatz um 38 Prozent auf 445.000 Fahrzeuge. Im erweiterten Europa – dem wichtigsten Markt – stiegen die Auslieferungen um 5 Prozent auf 762.000 Autos. Mit jeweils drei Prozent Rückgang schnitten dagegen die Märkte Südamerika und Mittlerer Osten/Afrika negativ ab.
In Europa kamen nach Stellantis-Angaben vor allem vollelektrische Autos gut an. Der Konzern erwähnt positiv die Modelle Citroën C3, C3 Aircross, Opel/Vauxhall Frontera, den Fiat Grande Panda sowie den Jeep Compass. Die Autos des chinesischen Herstellers Leapmotor, an dem Stellantis beteiligt ist, gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Schlechter lief es dagegen bei den Modellen Jeep Avenger, Fiat 600, Opel Mokka und Peugeot 2008.
Für das erste Quartal 2026 hatte Stellantis konzernweit bereits ein Wachstum der „shipments“ von 12 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 gemeldet. Damals hatten Nordamerika um 17 Prozent und das erweiterte Europa um 12 Prozent zugelegt.