Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Umfrage sieht AfD weiter klar vorn – Zitterpartie für SPDUns auf Google folgen

Die AfD dominiert weiter die Umfragen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt. Mehrere Parteien müssen zittern, darunter auch die SPD.

Magdeburg – Sechs Wochen vor der Landtagswahl Sachsen-Anhalt zeichnet sich ein politisches Erdbeben ab. Nach einer aktuellen INSA-Umfrage für das Magazin Focus erreicht die AfD 41 Prozent der Stimmen. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei liegt damit 17 Punkte vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze, die auf 24 Prozent kommt.

Mit diesem Ergebnis rückt das erklärte Ziel der AfD in greifbare Nähe: Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will als erster Politiker seiner Partei ein Ministerpräsidentenamt übernehmen. „Die Leute möchten den politischen Wandel“, verkündete Siegmund auf dem Landesparteitag der AfD Sachsen-Anhalt selbstbewusst. Nach diesen Zahlen würde die AfD 40 von 83 Sitzen im Magdeburger Landtag erhalten – nur zwei fehlen zur absoluten Mehrheit. Damit bestätigen sich die Ergebnisse früherer Umfragen zur Sachsen-Anhalt-Wahl.

Neue Umfrage zur Sachsen-Anhalt-Wahl sieht AfD vorn – CDU bleibt deutlich zurück

Während Die Linke mit 14 Prozent ihren dritten Platz behauptet, kämpfen gleich vier Parteien ums parlamentarische Überleben. Die SPD rutscht auf 5 Prozent ab und steht damit unmittelbar an der Sperrklausel. Grüne, FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht verfehlen mit jeweils 4 Prozent den Einzug in den Landtag. Sonstige Parteien vereinen zusammen ebenfalls 4 Prozent.

Die derzeitige Koalition aus CDU, SPD und FDP hätte nach diesen Zahlen keine parlamentarische Basis mehr. Sollte die AfD die absolute Mehrheit verfehlen, bliebe der CDU nur eine Option: eine Minderheitsregierung, die auf punktuelle Zusammenarbeit mit der Linkspartei angewiesen wäre. Eine Koalition mit der AfD oder den Linken schließen die Christdemokraten kategorisch aus.

Die aktuellen Daten der Umfrage im Überblick:

Hinweis zur Umfrage

Institut: INSA. Auftraggeber: Focus. Erhebungszeitraum: 14. bis 21. Juli 2026. Fallzahl: 1000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: ± 3,1 Prozentpunkte. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Sachsen-Anhalt.

Wahl in Sachsen-Anhalt: Umfragen sind keine Prognosen

Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich bilden sie nur eine Momentaufnahme ab. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung ihrer Daten. (Quellen: INSA, dpa, AFP) (cs)