Business-Ticker : Mieten um vier Prozent gestiegen

Bafin verhängt Geldbuße gegen Teamviewer +++ Tesla will in Deutschland expandieren +++ Indiens erste privat entwickelte Trägerrakete gestartet +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Mieten steigen um vier Prozent

Wohnungsmieten sind einer Studie zufolge im Frühjahrsquartal deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten zogen bundesweit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ​an, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervorgeht, über die der Finanzdienst Reuters berichtet. Zum Vergleich: Die ⁠allgemeine Inflationsrate lag trotz infolge des Iran-Kriegs stark gestiegener Energiepreise mit rund 2,6 Prozent deutlich niedriger. Allein zum Vorquartal zogen die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent an.

„Besonders kräftig fällt die Entwicklung derzeit in den Großstädten außerhalb der größten Metropolen aus", erklärten die Autoren Pekka Sagner und ‌Michael Voigtländer. Hier habe der Zuwachs bei 4,9 Prozent gelegen. Im Umland dieser Städte fiel das Plus mit 3,9 Prozent ebenfalls kräftig aus. In den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit 2,9 Prozent geringer aus.

Die Angebotsmieten stiegen in ‌nahezu allen Großstädten deutlich. Den stärksten Zuwachs verzeichnet Köln ‌mit 7,9 Prozent. Auch Hamburg mit 5,5 Prozent, Leipzig mit 5,4 Prozent und Essen mit 5,0 Prozent wiesen eine hohe Dynamik auf. In Dortmund legten die Mieten um 4,7 Prozent zu, in Düsseldorf und München um 3,8 beziehungsweise 3,7 Prozent. Moderater fielen die Zuwächse in Frankfurt am Main mit 2,9 Prozent aus. ​Stuttgart und Berlin liegen mit 0,9 und ein Prozent deutlich unter dem Durchschnitt ⁠der übrigen Städte.

Gestiegen sind auch die Kaufpreise für Wohnimmobilien. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich bundesweit jeweils um 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal legten die ​Preise um 0,2 beziehungsweise ein Prozent zu. "Von einem neuen kräftigen Preisaufschwung kann damit bislang nicht gesprochen werden", betonten Sagner und Voigtländer.

Regional nimmt die Differenzierung zu. Bei den Kaufpreisen zeigen sich leichte Rückgänge ⁠in den ‌Top-7-Städten, während die übrigen Großstädte und ihr Umland moderate Zuwächse verzeichnen. Bei den Kaufpreisen reicht die Jahresentwicklung von einem Plus von fünf Prozent in Dortmund bis zu einem Rückgang von 1,9 Prozent in München.

Das Kaufangebot ist seit der Zinswende deutlich gestiegen, fanden die Forscher heraus: Verglichen mit dem ersten Quartal 2022 werden bundesweit nahezu ⁠doppelt so ⁠viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert. "Das ist vor allem Ausdruck gesunkener Nachfrage und längerer Vermarktungszeiten, nicht einer entsprechend starken Zunahme des ⁠Wohnungsbestands", hieß es.

Das Mietangebot bleibt dagegen ​vielerorts deutlich reduziert: ⁠Bundesweit liegt die Zahl der Inserate weiterhin knapp zwölf Prozent unter ​dem Niveau von Anfang 2022, besonders ausgeprägt in vielen Großstädten. Lediglich in Berlin liegt das sichtbare ‌Mietangebot über dem Niveau von Anfang 2022, langfristig aber weiterhin deutlich hinter dem Niveau vor den Marktverwerfungen rund um den Mietendeckel zurück, so das ​IW.

Insgesamt zeigt sich ein Wohnungsmarkt mit zwei unterschiedlichen Engpässen: Auf dem ​Kaufmarkt treffen viele Angebote auf eine durch die Finanzierungskosten begrenzte Nachfrage. Auf dem Mietmarkt trifft dagegen eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein weiterhin knappes und regional ​sehr unterschiedlich verfügbares Angebot.

Das Mietangebot bleibt dagegen ​vielerorts deutlich reduziert: ⁠Bundesweit liegt die Zahl der Inserate weiterhin knapp zwölf Prozent unter ​dem Niveau von Anfang 2022, besonders ausgeprägt in vielen Großstädten. Lediglich in Berlin liegt das sichtbare ‌Mietangebot über dem Niveau von Anfang 2022, langfristig aber weiterhin deutlich hinter dem Niveau vor den Marktverwerfungen rund um den Mietendeckel zurück, so das ​IW.

Insgesamt zeigt sich ein Wohnungsmarkt mit zwei unterschiedlichen Engpässen: Auf dem ​Kaufmarkt treffen viele Angebote auf eine durch die Finanzierungskosten begrenzte Nachfrage. Auf dem Mietmarkt trifft dagegen eine anhaltend hohe Nachfrage auf ein weiterhin knappes und regional ​sehr unterschiedlich verfügbares Angebot.

Bafin verhängt Geldbuße gegen Teamviewer

Die ​Finanzaufsicht Bafin hat eine Geldbuße ⁠gegen das schwäbische Softwareunternehmen Teamviewer wegen Insiderinformationen im Zusammenhang mit ‌einer Cyberattacke verhängt. Gegen Teamviewer sei am 16. Juli eine ‌Buße ‌in Höhe von 240.000 Euro festgesetzt worden, teilte die ​Behörde am ⁠Montag mit. Demnach habe das Unternehmen ​gegen die Marktmissbrauchsverordnung verstoßen. ‌Die Tatsache, dass Teamviewer Opfer eines Cyberangriffs wurde, ⁠hätte das ⁠Unternehmen unverzüglich als Insiderinformation transparent ⁠machen ​müssen.

Adidas setzt viel mehr WM-Trikots ab

Der Sportartikel-Hersteller Adidas hat im Zuge der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft viermal so viele Trikots verkauft wie beim vorangegangenen Turnier. Die Ballverkäufe hätten sich zugleich verdoppelt, teilte der Dax-Konzern am Wochenende auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg mit. Insgesamt erwarte Adidas nun Verkäufe mit Blick auf die WM in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro, sagte Adidas-Chef Björn Gulden laut Mitteilung. Dies entspricht dem oberen Ende der bisher angepeilten Spanne. Darin enthalten ist auch Freizeitkleidung mit WM-Bezug.

Insgesamt spielten 14 Teams im Adidas-Outfit. Am besten hätten sich die Trikots von Mexiko verkauft, berichtete der Hersteller. Im Finale spielen nun Spanien und Argentinien gegeneinander, beide in Trikots von Adidas, ebenso wie die Schiedsrichter.

Tesla will in Deutschland expandieren

Der US-Elektroautohersteller Tesla setzt dank wachsender Nachfrage und einer Gewinnsteigerung auf einen rasanten Ausbau der Produktion im deutschen Werk in Grünheide bei Berlin. „Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert die Gesellschaft eine deutlich steigende Produktionsmenge im Vergleich zum Vorjahr“, heißt es im Geschäftsbericht der Tesla Manufacturing Brandenburg SE für 2025. Die Kapazitätsauslastung solle entsprechend steigen. Mehr als 30 Märkte würden aus Grünheide beliefert, weitere Märkte sollten erschlossen werden. Der „Tagesspiegel“ hatte darüber bereits berichtet.

Tesla kündigte in diesem Jahr schon das Ziel an, seine Produktion in Grünheide auf bis zu 7500 Fahrzeuge pro Woche – das wären 375.000 im Jahr – hochzufahren und die Batteriezellfertigung auszubauen. Insgesamt sollen 3500 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Tesla-Tochtergesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2025 trotz eines bis dahin schwierigen Marktumfelds mit einem höheren Jahresüberschuss von 77,1 Millionen Euro ab, das war ein Plus von rund 20 Millionen Euro zu 2024. Die Kapazitätsauslastung lag mit 54 Prozent leicht unter dem Jahr zuvor mit 56 Prozent. Aktuell wird dort das Model Y produziert.

Die Umsatzerlöse sanken von 7,7 Milliarden Euro 2024 auf 7,1 Milliarden Euro 2025. Dies gehe vor allem auf gesunkene Produktionskosten zurück. Im Jahr 2025 rollten 202.000 Fahrzeuge von den Bändern in Grünheide, das war ein Minus von 9000 Fahrzeugen. Die Entwicklung sei vor allem durch die Modellumstellung sowie die Integration neuer Varianten beeinflusst worden. Dennoch sei eine stabile Produktionsmenge erreicht worden.

Indiens erste private entwickelte Trägerrakete gestartet

Erstmals hat eine privat entwickelte indische Trägerrakete Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht. Der erste Testflug der Vikram-1 sei erfolgreich gewesen, teilte das Unternehmen Skyroot Aerospace auf der Plattform X mit. Die erste privat entwickelte Orbitalrakete des Landes habe ihre Nutzlasten in einer Umlaufbahn in etwa 450 Kilometer Höhe ausgesetzt.

Mit dem Start sei Indien das weltweit dritte Land, das über die Fähigkeit zu privaten Orbitalstarts verfüge, hieß es. Der Start sollte die Rakete auf ihren kommerziellen Einsatz hin testen. Bisher können die USA und China Orbitalstarts mit privaten Unternehmen ausführen. In Europa arbeiten Firmen wie Isar Aerospace daran.

Glückwünsche für den geglückten Start kamen unter anderem von Premierminister Narendra Modi sowie der indischen Weltraumbehörde Isro. „Die Mission markiert einen bedeutenden Meilenstein für den privaten Raumfahrtsektor Indiens und spiegelt die wachsende Leistungsfähigkeit des Raumfahrt-Ökosystems des Landes wider“, erklärte Isro auf X.

Die mehrstufige Rakete hob zuvor um kurz nach 12 Uhr (Ortszeit) im Weltraumbahnhof Satish Dhawan Space Centre an der Ostküste Indiens ab, wie Livebilder indischer Sender zeigten.

Skyroot Aerospace entwickelt nach eigenen Angaben „On-Demand-Trägerraketen“, die auf Abruf Satelliten ins All befördern sollen. Die Vikram-1 des Start-ups ist für kleine Satelliten bis zu 350 Kilogramm ausgelegt. Beim Testflug im Rahmen der Mission „Aagman“ (Sanskrit für „Ankunft») beförderte sie sechs Nutzlasten. Darunter befanden sich ein Roboterarm, mit dem Weltraumschrott im Orbit aufgesammelt werden soll, sowie kleinere Satelliten.

Der Weltraumsektor Indiens durchläuft nach Angaben der Regierung derzeit eine Periode wichtiger Veränderungen. Vor drei Jahren habe die Weltraumpolitik es ermöglicht, dass auch nicht-staatliche Akteure an der gesamten Wertschöpfungskette der Raumfahrt teilnehmen könnten.

Salzgitter-Chef warnt vor Lockerung beim EU-Emissionshandel

Salzgitter-Chef Gunnar Groebler kritisiert die Pläne der EU-Kommission zur Reform des Emissionshandels. Die Pläne gefährdeten Investitionen in den Klimaschutz und bestraften Unternehmen, die bereits mit dem Umbau begonnen hätten. „Eine Industriepolitik, die nachträglich die Spielregeln ändert, darf Vorreiterunternehmen nicht im Regen stehen lassen“, schreibt Groebler auf der Plattform LinkedIn. EU-Parlament und Mitgliedsstaaten forderte er auf, im Gesetzgebungsprozess nachzubessern.

Sein Unternehmen habe bereits Milliarden in den Umstieg auf grünen Stahl investiert – „im Vertrauen auf einen stabilen und verlässlichen Rechtsrahmen“. Das dürfe nicht durch Lockerungen beim Emissionshandels entwertet werden. „Wer im Vertrauen auf die europäische Gesetzgebung investiert oder so wie wir bereits investiert hat, darf am Ende nicht bestraft werden“, so Groebler.

Der niedersächsische Stahlkonzern hat Ende 2023 mit der Umrüstung seines Stahlwerks in Salzgitter begonnen. Bund und Land fördern den Umbau mit gut 1,3 Milliarden Euro. Die erste Anlage für grünen Stahl soll 2027 in Betrieb gehen. Statt im kohlebefeuerten Hochofen soll der Stahl dann in einer neuen Anlage entstehen, die zunächst mit Erdgas und später mit grünem Wasserstoff laufen kann.

„Die Entlastungen, die für die Zeit nach 2030 geplant sind, könnten schon heute die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit von Dekarbonisierungsprojekten in Europa erschweren“, warnt Groebler. „Innovative, CO2-arme Geschäftsmodelle drohen dadurch an Attraktivität zu verlieren – mit nachteiligen Folgen für die Investitionsbereitschaft und die industrielle Resilienz Europas.“

Salzgitter hebt Prognose an

Der Stahlhersteller Salzgitter hat nach dem ersten Halbjahr und der Komplettübernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) seine Jahresprognosen angehoben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2026 taxiert der Vorstand des M-Dax-Konzerns nun im Bereich von 725 bis 825 Millionen Euro statt bisher jeweils 100 Millionen Euro weniger, wie das Unternehmen am Freitag in Salzgitter mitteilte. Einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag führte das Management dabei auf die Konsolidierung des Zukaufs HKM zurück. Beim Umsatz visiert der Stahlkocher nun rund 10,0 Milliarden Euro an, eine halbe Milliarde mehr als bisher. Soviel – ein mittlerer dreistelliger Betrag – steuert dazu der Zukauf bei. Die Salzgitter-Aktie zog um bis zu gut fünf Prozent an, Analysten hatten für das Gesamtjahr bisher beim operativen Gewinn weniger auf dem Zettel.

Im ersten Halbjahr blieb der Außenumsatz mit 4,6 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert, wie es auf Basis vorläufiger Zahlen hieß. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg hingegen deutlich von 117 auf 459 Millionen Euro. In den Ergebnissen sei auch ein gestiegener Beitrag der Beteiligung Aurubis enthalten. Der Kupferkonzern trug 193 Millionen Euro in der Rechnungslegungsmethode „at-equity“ bei, ein Jahr zuvor waren es nur 72 Millionen Euro gewesen.

Im ersten Halbjahr blieb der Außenumsatz mit 4,6 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert, wie es auf Basis vorläufiger Zahlen hieß. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg hingegen deutlich von 117 auf 459 Millionen Euro. In den Ergebnissen sei auch ein gestiegener Beitrag der Beteiligung Aurubis enthalten. Der Kupferkonzern trug 193 Millionen Euro in der Rechnungslegungsmethode „at-equity“ bei, ein Jahr zuvor waren es nur 72 Millionen Euro gewesen.

Apple stößt Nvidia wieder vom Börsenthron

Apple ist wieder das wertvollste Unternehmen der Welt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Marktkapitalisierung des US-Techkonzerns überstieg am Freitag die des Spitzenreiters der vergangenen Monate – Nvidia. Die Aktie des Chip-Herstellers sackte zum Börsenstart in den USA um mehr als vier Prozent ab. Nvidia wurde am Freitagnachmittag mitteleuropäischer Zeit zeitweise mit 4,8 Billionen Dollar (4,2 Billionen Euro) bewertet, Apple dagegen mit 4,9 Billionen Dollar.

Der Aktienkurs von Nvidia war in den vergangenen Jahren stark mit den Ertragshoffnungen im KI-Bereich gewachsen. Grafikprozessoren von Nvidia stellten sich als besonders geeignet für die Rechenaufgaben heraus, die nötig sind, um Large Language Models (LLMs) zu betreiben. Diese LLMs liegen etwa Chatbots wie ChatGPT von OpenAI und Claude von Anthropic zugrunde. Viele KI-Rechenzentren wurden mit Nividia-Chips ausgestattet. Zuletzt gerieten diese Hoffnungen jedoch ins Stocken. Investoren stellen mittlerweile Fragen nach der Rentabilität der Geschäftsmodelle der KI-Unternehmen.

Aktien von Apple waren weniger von der KI-Konjunktur abhängig, nicht zuletzt, da die bisherigen Anstrengungen des Unternehmens in diesem Bereich von wenig Erfolg gekrönt waren. Nun scheinen Investoren aber wieder mehr Vertrauen in den Hardwarehersteller zu legen. Die britische Großbank HSBC korrigierte am Freitag ihre Einschätzung der Aktie von "Halten" auf "Kaufen". Im entsprechenden Bericht lobten die Analysten von HSBC die innovative Produktpipeline – unter anderem soll bald ein faltbares iPhone auf den Markt kommen – auf der Apple mit seinem Assistenten Siri, der um KI-Fähigkeiten erweitert werden soll, aufsetzen kann. Seit Ende Juni ist der Aktienkurs von Apple um 20 Prozent gestiegen.

Bericht: Millionenverlust bei Krankenkassen durch Investments in Immobilienfonds

Mindestens 17 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen (KV) haben einem Medienbericht zufolge millionenschwere Verluste mit Investments in Immobilienfonds erlitten. Sie sollen insgesamt mindestens 170 Millionen Euro über Umwege in Immobilienfonds gesteckt haben, berichteten NDR, WDR und die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) am Freitag. Diese Fonds seien später in Schieflage geraten und verloren mutmaßlich den allergrößten Teil der Beitragsgelder, die nun bei Kassen und KVen fehlen. SPD und Linke forderten eine Aufklärung der Vorgänge.

Den Recherchen von NDR, WDR und „SZ“ zufolge haben die KKH, die Pronova BKK, die BKK Gildemeister Seidensticker, die Novitas BKK, die MKK Meine Krankenkasse, die IKK Südwest, die AOK Bremen, die Bahn BKK, die BKK Pfalz, die Siemens BKK und die Viactiv Krankenkasse investiert. Hinzu kämen die KVen aus Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen und Westfalen-Lippe.

Insgesamt beläuft sich die Summe der bestätigten Investments der Recherche der drei Medien zufolge auf mindestens 170 Millionen Euro, wobei die tatsächliche Summe noch höher liegen könnte. Viele der Krankenkassen und KVen verweigern dem Bericht zufolge eine konkrete Aussage zu ihren Investments und den verlorenen Geldern.

Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen unterliegen strengen Regeln, wie sie das Geld der Beitragszahler investieren dürfen. Im Sozialgesetzbuch IV ist geregelt, dass dabei ein Verlust ausgeschlossen erscheinen muss. Fraglich sei, ob das bei diesen Investments zutreffe, führen NDR, WDR und „SZ“ aus. Die Fonds investierten demnach über eine komplizierte Struktur in riskante Immobiliendeals, die trotz Niedrigzinsphase nach Angaben der beteiligten Finanzinstitute angeblich bis zu sieben Prozent an Rendite auszahlten.

Den Recherchen von NDR, WDR und „SZ“ zufolge haben die KKH, die Pronova BKK, die BKK Gildemeister Seidensticker, die Novitas BKK, die MKK Meine Krankenkasse, die IKK Südwest, die AOK Bremen, die Bahn BKK, die BKK Pfalz, die Siemens BKK und die Viactiv Krankenkasse investiert. Hinzu kämen die KVen aus Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen und Westfalen-Lippe.

Insgesamt beläuft sich die Summe der bestätigten Investments der Recherche der drei Medien zufolge auf mindestens 170 Millionen Euro, wobei die tatsächliche Summe noch höher liegen könnte. Viele der Krankenkassen und KVen verweigern dem Bericht zufolge eine konkrete Aussage zu ihren Investments und den verlorenen Geldern.

Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen unterliegen strengen Regeln, wie sie das Geld der Beitragszahler investieren dürfen. Im Sozialgesetzbuch IV ist geregelt, dass dabei ein Verlust ausgeschlossen erscheinen muss. Fraglich sei, ob das bei diesen Investments zutreffe, führen NDR, WDR und „SZ“ aus. Die Fonds investierten demnach über eine komplizierte Struktur in riskante Immobiliendeals, die trotz Niedrigzinsphase nach Angaben der beteiligten Finanzinstitute angeblich bis zu sieben Prozent an Rendite auszahlten.

Die Kassen und KVen verklagen die beteiligten Finanzinstitute laut Bericht auf Schadensersatz in Höhe der Investments. Die den Medien vorliegenden Klageschriften lesen sich demnach nahezu identisch. Der Anwalt der Kläger argumentiert darin, die Kassen und KVen seien „vorsätzlich getäuscht“ worden, indem den Betroffenen in Telefonkonferenzen immer wieder ein risikoarmes Investment versprochen worden. Die beteiligte Bank wies nach Angaben der Medien den Vorwurf der Täuschung zurück, will sich aber zu Einzelfällen nicht äußern.

Die SPD-Fraktion forderte eine „umfassende“ Aufklärung der Vorgänge. „Dabei muss auch geklärt werden, wie Investitionen dieser Größenordnung möglich waren und ob die bestehenden Aufsichts- und Kontrollmechanismen ausreichend funktioniert haben“, erklärte der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis.
„Beitragsgelder sind das Geld der Versicherten und Arbeitgeber. Wer damit umgeht, trägt eine besondere Verantwortung“, betonte Pantazis. Es sei „nicht hinnehmbar, wenn diese Mittel durch fragwürdige Finanzgeschäfte in erheblichem Umfang verloren gehen“.

„Eine lückenlose Aufklärung und klare Konsequenzen für die Verursacher“ forderte auch der Linken-Gesundheitsexperte Ates Gürpinar. „Gesundheit ist keine Spielwiese für Finanzspekulationen und Beitragsgelder gehören erst recht nicht in Immobilienfonds, deren Renditemodell auf immer höheren Mieten beruht“, erklärte er.

Die SPD-Fraktion forderte eine „umfassende“ Aufklärung der Vorgänge. „Dabei muss auch geklärt werden, wie Investitionen dieser Größenordnung möglich waren und ob die bestehenden Aufsichts- und Kontrollmechanismen ausreichend funktioniert haben“, erklärte der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis.

„Beitragsgelder sind das Geld der Versicherten und Arbeitgeber. Wer damit umgeht, trägt eine besondere Verantwortung“, betonte Pantazis. Es sei „nicht hinnehmbar, wenn diese Mittel durch fragwürdige Finanzgeschäfte in erheblichem Umfang verloren gehen“.

„Eine lückenlose Aufklärung und klare Konsequenzen für die Verursacher“ forderte auch der Linken-Gesundheitsexperte Ates Gürpinar. „Gesundheit ist keine Spielwiese für Finanzspekulationen und Beitragsgelder gehören erst recht nicht in Immobilienfonds, deren Renditemodell auf immer höheren Mieten beruht“, erklärte er.

Schienennetz: Ab 2028 mehr Wettbewerb für die Bahn

Die Bundesnetzagentur hat trotz Bedenken aus den Ländern ihre Entscheidung für einen stärkeren Wettbewerb im Schienennetz bestätigt. „Mehr Wettbewerb hat das Potential, bessere Angebote für die Fahrgäste zu schaffen“, sagte Behördenchef Klaus Müller am Freitag. Die jetzt endgültige Entscheidung könne Bewegung in den Fernverkehr in Deutschland bringen.

Die Infrastrukturtochter der Bahn – die DB InfraGO – wird verpflichtet, auf stark genutzten und jetzt schon ausgelasteten Streckenabschnitten künftig nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen ‌zu vergeben. Das zielt auf die Deutsche Bahn, die im Fernverkehr einen Marktanteil von 95 Prozent hat. Vor allem die Strecken zwischen den Metropolen sind besonders begehrt. Den genauen Prozentwert muss die DB InfraGO bei ihrer jährlichen Aufstellung des ‌Fahrplans festlegen. So werde sichergestellt, dass ‌es mindestens einen Wettbewerber gebe, so die Bonner Behörde.

„Die Bundesnetzagentur ist sich bewusst, dass die Entscheidung einen Umbruch im Schienenpersonenfernverkehr einleiten kann.“ Die DB InfraGO müsse dies nun in ihre Nutzungsbedingungen einbauen. „Die Wettbewerberklausel wirkt dann bei der Erstellung des Netzfahrplans für 2028, die im Jahr 2027 stattfindet.“

Die Infrastrukturtochter der Bahn – die DB InfraGO – wird verpflichtet, auf stark genutzten und jetzt schon ausgelasteten Streckenabschnitten künftig nicht mehr als 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen ‌zu vergeben. Das zielt auf die Deutsche Bahn, die im Fernverkehr einen Marktanteil von 95 Prozent hat. Vor allem die Strecken zwischen den Metropolen sind besonders begehrt. Den genauen Prozentwert muss die DB InfraGO bei ihrer jährlichen Aufstellung des ‌Fahrplans festlegen. So werde sichergestellt, dass ‌es mindestens einen Wettbewerber gebe, so die Bonner Behörde.

„Die Bundesnetzagentur ist sich bewusst, dass die Entscheidung einen Umbruch im Schienenpersonenfernverkehr einleiten kann.“ Die DB InfraGO müsse dies nun in ihre Nutzungsbedingungen einbauen. „Die Wettbewerberklausel wirkt dann bei der Erstellung des Netzfahrplans für 2028, die im Jahr 2027 stattfindet.“

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Bundesländer in Schreiben, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, versucht, die Entscheidung noch in eine andere Richtung zu lenken. Beispielsweise befürchtet der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), dass sowohl der Nah- als auch der Fernverkehr in der Fläche ins Hintertreffen geraten dürfte. Längere Verbindungen für Schnellzüge bringen der DB InfraGO höhere Einnahmen.

Auch Brandenburg und Hamburg äußerten sich in ‌ihren Stellungnahmen ähnlich. „Ein zentrales Problem besteht darin, dass sich der Fernverkehr künftig verstärkt auf wirtschaftlich attraktive Strecken und Trassen fokussieren dürfte“, argumentierte Brandenburg. „Die bisherige Quersubventionierung schwach ausgelasteter Fernverkehrsverbindungen durch Einnahmen aus lukrativen Strecken entfällt.“ Deswegen sei die Gefahr einer Verdrängung konkret. Hamburg fürchtet, dass Haltestellen oder ganze Trassen rund um die Hansestadt wegfallen könnten. Dies würde dann den Nahverkehr schnell überlasten, insbesondere zu Hauptverkehrszeiten.

Hintergrund der Entscheidung der Netzagentur sind die Pläne von Italo. Der private Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen will ab April 2028 auch in den deutschen Fernverkehr einsteigen. Das Vorhaben hängt maßgeblich davon ab, welchen Zugang die Italiener zum bereits jetzt ‌überlasteten Netz in Deutschland erhalten. Über die Trassenzugänge entscheidet die DB InfraGO, die wiederum unter der Aufsicht der Netzagentur steht. Italo fordert wegen Investitionen von rund 3,6 Milliarden Euro langfristige Perspektiven – konkret Rahmenverträge für bis zu 15 Jahre. Dazu dürfte es aber bis 2031 nicht kommen.

Auch Brandenburg und Hamburg äußerten sich in ‌ihren Stellungnahmen ähnlich. „Ein zentrales Problem besteht darin, dass sich der Fernverkehr künftig verstärkt auf wirtschaftlich attraktive Strecken und Trassen fokussieren dürfte“, argumentierte Brandenburg. „Die bisherige Quersubventionierung schwach ausgelasteter Fernverkehrsverbindungen durch Einnahmen aus lukrativen Strecken entfällt.“ Deswegen sei die Gefahr einer Verdrängung konkret. Hamburg fürchtet, dass Haltestellen oder ganze Trassen rund um die Hansestadt wegfallen könnten. Dies würde dann den Nahverkehr schnell überlasten, insbesondere zu Hauptverkehrszeiten.

Hintergrund der Entscheidung der Netzagentur sind die Pläne von Italo. Der private Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen will ab April 2028 auch in den deutschen Fernverkehr einsteigen. Das Vorhaben hängt maßgeblich davon ab, welchen Zugang die Italiener zum bereits jetzt ‌überlasteten Netz in Deutschland erhalten. Über die Trassenzugänge entscheidet die DB InfraGO, die wiederum unter der Aufsicht der Netzagentur steht. Italo fordert wegen Investitionen von rund 3,6 Milliarden Euro langfristige Perspektiven – konkret Rahmenverträge für bis zu 15 Jahre. Dazu dürfte es aber bis 2031 nicht kommen.

RWE übernimmt wieder Mehrheit des Stromnetzbetreibers Amprion

Der Essener Energiekonzern RWE wird wieder Mehrheitseigner des Stromübertragungsnetzbetreibers Amprion. Das Bundeskartellamt gab am Freitag eine Erhöhung der RWE-Anteile von rund 20 auf rund 55 Prozent frei. Demnach ist jedoch vertraglich festgelegt, dass der Energiekonzern und größte Stromerzeuger Deutschlands damit keine alleinige Kontrolle über Amprion erhält.

Amprion war ursprünglich eine Tochterfirma von RWE. 2021 verkaufte der Essener Konzern knapp drei Viertel der Anteile an Finanzinvestoren. Das Unternehmen ist neben Tennet, 50Hertz und Transnet BW einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Das Netzgebiet von Amprion erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie einen Teil Südwestbayerns.

„RWE und Amprion sind auf verschiedenen Marktstufen tätig“, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. „Bei Zusammenschlüssen solcher Unternehmen können Anreize oder Möglichkeiten für eine Bevorzugung des Fusionspartners entstehen.“ Eine Prüfung der Behörde habe jedoch ergeben, dass das Zusammenschlussvorhaben „die Anreize und Möglichkeiten für eine Bevorzugung nicht verändern“.

Amprion war ursprünglich eine Tochterfirma von RWE. 2021 verkaufte der Essener Konzern knapp drei Viertel der Anteile an Finanzinvestoren. Das Unternehmen ist neben Tennet, 50Hertz und Transnet BW einer der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Das Netzgebiet von Amprion erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie einen Teil Südwestbayerns.

„RWE und Amprion sind auf verschiedenen Marktstufen tätig“, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. „Bei Zusammenschlüssen solcher Unternehmen können Anreize oder Möglichkeiten für eine Bevorzugung des Fusionspartners entstehen.“ Eine Prüfung der Behörde habe jedoch ergeben, dass das Zusammenschlussvorhaben „die Anreize und Möglichkeiten für eine Bevorzugung nicht verändern“.

Donald Trump soll eigene Goldmünze bekommen

Das Abbild von Donald Trump ziert bald ein weiteres Objekt: Sein Finanzminister Scott Bessent hat am Mittwoch anlässlich des 250. Geburtstages der USA eine neue „1-Dollar-Goldmünze“ vorgestellt, auf der ein Porträt des US-Präsidenten zu sehen ist, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Sie solle das „verbleibende Erbe der Freiheit“ würdigen und ein „Symbol des Patriotismus“ sein, teilte Bessent auf X mit.

In dem Beitrag ist ein Muster der Münze zu sehen. Die Bundesbehörde US Mint werde mit der Prägung der Münze beginnen, schrieb Bessent weiter – wann genau diese dann zu kaufen ist, war zunächst unklar.

Donald Trump ist bei weitem nicht der erste Präsident, dessen Konterfei eine Goldmünze ziert. Der amerikanische Kongress hatte 2005 ein Programm aufgelegt, das Ehrenmünzen für alle bisherigen Präsidenten vorsah – allerdings mit der Auflage, dass diese schon verstorben sein mussten.

Der letzte Präsident, dem diese Ehre regulär zuteilwurde, war Ronald Reagan. Das Programm lief formell 2016 aus, wurde aber für den Todesfall von George H. W. Bush 2020 wieder aufgelegt. Auch ein Verfahren für Jimmy Carter läuft derzeit. Zu den noch lebenden ehemaligen Präsidenten verkauft die US Mint derzeit nur Bronzemedaillen.

Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit ist es dem Präsidenten ein besonders wichtiges Anliegen, sein Abbild in der öffentlichen Wahrnehmung zu verfestigen. Schon zu Beginn des Monats hatte Bessent ein von Trump hochgeladenes Muster einer 100-Dollar-Note auf X geteilt, auf der die Unterschriften des Präsidenten und von ihm selbst abgedruckt sind.

Beispiele für Projekte, Orte und Gebäude mit Trumps Namen gibt es zuhauf. Zuletzt wurde der Flughafen der Stadt Palm Beach im US-Bundesstaat Florida offiziell in „President Donald J. Trump International Airport“ umbenannt, das entsprechende Airport-Kürzel von PBI (Palm Beach International Airport) in DJT – die Initialen des Präsidenten.

In den USA ist es üblich, dass Flughäfen und andere Orte nach ehemaligen Präsidenten benannt werden können. Unüblich ist hingegen, dass Gebäude umbenannt werden, während der Präsident noch lebt.

Chinas Staatschef Xi: KI muss offen, sicher und kontrollierbar sein

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping fordert im KI-Wettstreit mit den USA mehr Kontrolle über die Nutzung Künstlicher Intelligenz und einen offeneren Zugang zu dieser Schlüsseltechnologie. „Wir sollten das Risikobewusstsein stärken und gewährleisten, dass KI sicher und kontrollierbar ist“, sagte er zur Eröffnung der World AI Conference in Shanghai, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Xi sprach sich für eine Kombination aus Gesetzen, Überwachung und Frühwarnsystemen aus, um die missbräuchliche Nutzung von KI zu verhindern.

Die erste Rede des Präsidenten auf der seit dem Jahr 2018 jährlich stattfindenden Konferenz zeigt die gestiegene Bedeutung von KI für die regierende Kommunistische Partei. Xi warb dafür, die Technologie gemeinsam zu entwickeln und ließ durchklingen, dass nationale Sicherheit nicht als Grund vorgeschoben werden sollte, KI-Modelle für andere zu blockieren. Einzelne Länder erwähnte er nicht. Die US-Regierung hatte allerdings im Juni zeitweise den Zugang zu bestimmten KI-Modellen eingeschränkt.

China konkurriert gegenwärtig in der Zukunftstechnologie vor allem mit den USA. Das äußerste sich unlängst beispielsweise darin, dass amerikanische Tech-Unternehmen ihre chinesische Konkurrenten beschuldigten, amerikanische Technologie illegal gekapert zu haben, um damit eigene Modelle zu trainieren. China bestreitet das. 

Einen Tag vor Xis Rede unterzeichneten 29 Länder eine Vereinbarung zur Gründung einer Weltorganisation für Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (WAICO) mit Sitz in Shanghai. Zu den Unterzeichnern gehören laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua der Volksrepublik wohlgesonnene Länder wie Russland, Indonesien und Kasachstan. Die WAICO soll demnach die Zusammenarbeit und globale Steuerung im Bereich KI fördern.

China hätte damit eine Plattform, um über Standards im Bereich KI zu verhandeln. Ohnehin fordert Peking schon länger, dass die Entwicklung Künstlicher Intelligenz nicht in den Händen weniger Länder liegen sollte. „Die Zukunft der KI sollte nicht von Monopolen oder geopolitischen Rivalitäten bestimmt werden, sondern davon, inwieweit ihre Innovationen geteilt werden und wie breit ihre Vorteile spürbar sind“, kommentierte Xinhua, die als Sprachrohr der Kommunistischen Partei gilt.

Pünktlich zum Beginn der Konferenz veröffentlichte das chinesische Startup Moonshot AI mit „Kimi K3“ ein neues KI-Modell, das nach Firmenangaben 2,8 Billionen Parameter besitzen soll. Die Zahl der Parameter lässt auf die Komplexität des Modells schließen. Einfach gesagt: Je mehr Parameter es hat, desto höher ist die Leistungsfähigkeit.

Das Pekinger Unternehmen will so zu den US-Rivalen OpenAI und Anthropic aufschließen, die bislang mit ihren leistungsstärksten Modellen besonders komplexe Aufgaben besser lösen. Ihre Parameterzahlen machen die beiden Unternehmen nicht öffentlich.

Halbe Milliarde für Erneuerung der Autobahn-Rastplätze nötig

Die Autobahn GmbH des Bundes sieht hohe Kosten für bessere Rastplätze und Toiletten. In den nächsten Jahren brauche man rund eine halbe Milliarde Euro für die Sanierung der Anlagen und anliegenden Flächen, heißt es von der staatseigenen Gesellschaft, die sich seit 2021 um die deutschen Autobahnen kümmert. Das Geld dazu müsse vom Bund kommen.

Die Prognose ist Teil der Reaktion auf einen Test des ADAC, bei dem dieser vielen Toiletten an unbewirtschafteten Rastplätzen schlechte Noten gegeben hatte. Dessen Ergebnisse nehme man „sehr ernst“, erklärte ein Sprecher. Bei der Sanierung und Weiterentwicklung der Parkplätze mit WC habe man massive Investitionen zu tätigen. „Zahlreiche veraltete Rastanlagen benötigen eine umfassende Modernisierung.“ Dabei gehe es aber nicht nur um Toiletten, sondern auch um Aufenthaltsbereiche und Verkehrsflächen. Kurzfristig stünden 100 Anlagen an, die erneuert werden müssen.

Die Prognose ist Teil der Reaktion auf einen Test des ADAC, bei dem dieser vielen Toiletten an unbewirtschafteten Rastplätzen schlechte Noten gegeben hatte. Dessen Ergebnisse nehme man „sehr ernst“, erklärte ein Sprecher. Bei der Sanierung und Weiterentwicklung der Parkplätze mit WC habe man massive Investitionen zu tätigen. „Zahlreiche veraltete Rastanlagen benötigen eine umfassende Modernisierung.“ Dabei gehe es aber nicht nur um Toiletten, sondern auch um Aufenthaltsbereiche und Verkehrsflächen. Kurzfristig stünden 100 Anlagen an, die erneuert werden müssen.

Netflix steigert Gewinn und Umsatz – doch Aktienkurs fällt

Netflix hat im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Zugleich will der Videostreaming-Marktführer künftig nur noch jährlich statt zweimal pro Jahr Angaben zur Popularität seiner Filme und Serien vorlegen. Die Aktie fiel in einer ersten Reaktion im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als sieben Prozent.

Die Netflix-Aktie hatte in den vergangenen Monaten mehr als 40 Prozent ihres Werts verloren. Ein Auslöser waren Sorgen nach einigen Marktforscher-Daten, die den Eindruck erweckten, dass Zuschauerzahlen ab der zweiten Staffel auch populärer Netflix-Serien sinken. 

Die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers, bei der Netflix gegen den Rivalen Paramount verlor, wurde in diesem Kontext von Anlegern als Flucht nach vorn gesehen. Mit der Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal verfehlte Netflix die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen. 

Netflix macht keine regelmäßigen Angaben zur Kundenzahl mehr. Aber der Umsatz stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 12,56 Milliarden Dollar (10,98 Mrd Euro). Unterm Strich wuchs der Gewinn um 8,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.